Geschichten von Museumsstücken
Jeder Gegenstand “erlebt” seine ganz eigene Geschichte. In dem Moment, in dem er ins Museum kommt und zu einem Ausstellungsstück wird, beginnt für ihn wiederum ein neuer „Lebensabschnitt“. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Museums ordnen ihn in eine Sammlung ein, die dauerhaft verwahrt, registriert, wissenschaftlich untersucht, ausgestellt, konserviert und restauriert wird.
Das Museum Prachatice präsentiert in einer Ausstellung Gegenstände, die in den vergangenen zehn Jahren in die Sammlung des Museums aufgenommen wurden. In einem eigenständigen Teil der Ausstellung werden Exponate gezeigt, die konserviert und restauriert wurden, sei es in der Werkstatt des Museums Prachatice oder durch externe Restauratoren. Neu hinzugekommene Stücke werden größtenteils in noch nicht bearbeitetem Zustand ausgestellt, so dass der Unterschied zu den bereits restaurierten Exponaten eindeutig erkennbar ist und den Vergleich ermöglicht. Neben zahlreichen Gegenständen sind auch Ölgemälde des Prachatitzer Malers Ludwig Tilp aus dem Jahre 1860, eine Sammlung orientalischer Waffen und eine nahezu komplette, aus Nová Houžná stammende Schusterwerkstatt zu sehen. Unter den restaurierten Exponaten finden sich Jagdgewehre aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und nicht zuletzt ein Hochzeitskleid aus dem Jahr 1910.

