Lesung mit Gräfin Barbara Coudenhove-Kalergi “Zuhause ist überall”
Barbara Coudenhove-Kalergi, geboren 1932 in Prag, wurde 1945 als Prager Deutsche vertrieben und lebt seither in Österreich. Nach Stationen u.a. bei der Presse, der Arbeiter-Zeitung und bei profil kam sie Mitte der 1970er Jahre zum ORF. Bis heute ist sie ständige Kolumnistin der Tageszeitung Der Standard und unterrichtet Asylwerber.
Zuhause ist überall
Taschenmesser und Wolldecke – das sind die einzigen Habseligkeiten, die der 13-jährigen Barbara bei Kriegsende nach ihrer Vertreibung in den Westen bleiben. In ihrer bewegenden Autobiographie erzählt die Publizistin und Mitbegründerin der legendären Osteuropa-Redaktion des ORF, Barbara Coudenhove-Kalergi, von der untergegangenen Welt der böhmischen Aristokratie, von ihren Anfängen als Reporterin in Wien während des Kalten Krieges, vom Wiedersehen mit ihrer Heimat Böhmen. Und man erfährt von ihrer Ehe mit dem Reformkommunisten und Vertrauten Rudi Dutschkes, Franz Marek.
Die Erinnerungen der Grande Dame des Journalismus in Österreich sind ein einzigartiges Dokument über die Irrungen und Wirrungen Mitteleuropas im 20. Jahrhundert. Und warum sie das Buch über sich geschireben hat: „Weil mit meiner Generation vieles endgültig zu Ende geht. Ich gehöre zur letzten Generation, die erlebt hat, wie Böhmen, Tschechen und Deutsche zusammenleben, ich habe den letzten Abglanz des jüdischen Wiener Bildungsbürgertums erlebt, ich hab die Nazi-Zeit erlebt.“ Und sie erzählt die spannenden Lebens- und Liebesgeschichten ihrer weit verzweigten Verwandtschaft.
Die Lesung wird vom Kulturverein Bayerischer Wald e.V. veranstaltet.


