Stanislava Grebeníčková und Milan Handl: Glas – Skulptur und Schmuck
Hervorragende Qualität und excellente handwerkliche Kunstfertigkeit zeichnet böhmisches Glas seit dem Mittelalter aus. In der Mitte des 20. Jahrhundert vollzog das tschechische Glashandwerk einen radikalen Wandel hin zur Moderne. Glas und Kunst gingen eine innige Verbindung ein, die Skulptur wurde zum beherrschenden Thema: Großformatige, massive, meist abstrakte Formen, die durch eine starke Farbigkeit gekennzeichnet sind. Diese Glasplastiken begründeten den legendären Ruhm des modernen tschechischen Glases.
In der Bayerisch-Böhmischen Kulturwoche werden nun zwei renommierte Künstler des modernen tschechischen Glases vorgestellt: Stanislava Grebeníčková (* 1954) und Milan Handl (*1952). Beide besuchten zunächst die Glasfachschule in Železný Brod. Anschließend studierten sie in den 1970er Jahren bei Stanislav Libenský an der Akademie für Angewandte Kunst in Prag.
Milan Handl wurde nach dem Studium sein Assistent. Seit den 1980 Jahren arbeiteten sie freiberuflich. Immer wieder unterbrochen durch Unterrichtstätikeit an verschieden Glasfachschulen in USA, Schweden oder Spanien. Heute sind beide Fachlehrer an der Glasfachschule in Nový Bor. Zahlreiche Ausstellungen weltweit machten ihre Skulpturen bekannt. Ihre Arbeiten sind vertreten in den großen Glasmuseen Europas und der USA.
Im richtigen Leben sind sie ein Paar, in der Glaskunst gehen sie getrennte, aber verwandte Wege: In der Ausstellung zeigen sie große, kraftvolle, farbig leuchtende Skulpturen, aber auch geometrischen Glasschmuck mit Materialmix. Die Ausstellung zeigt einen repräsentativen Querschnitt ihrer Arbeiten aus den letzten 15 Jahren.


