“Nichts ist erregender als die Wahrheit”
Ein vielstimmiger Streifzug durch Prag, Wien und München am Vorabend des 1. Weltkrieges. In Tagebucheinträgen, Reportagen, Glossen und Briefen kommentieren Literaten, Künstler und Politiker das Weltgeschehen um 1913.
Eine szenische Lesung in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Theaterakademie August Everding.
Im Rahmen der Reihe „Wetterleuchten 1913: Prag, Wien und München vor dem Erstem Weltkrieg.
„Welche Wahrheit?“, möchte man Egon Erwin Kisch fragen, den in Prag geborenen „rasenden Reporter“. Teilte er die Weltsicht eines Erich Mühsam, der über seine Zeit im Vorkriegs-München schrieb, er habe nur im Künstlertum Schwabinger Prägung verkehrt und mit einer „Minderheit radikaler, von der Verbürgerlichung ihrer Klassengefährten nicht ergriffener Arbeiter“?
Was hatten beide gemein mit Lou Andreas-Salomé, die 1913 Schülerin Sigmund Freuds wurde? In Tagebucheinträgen und Briefen, Reportagen und Glossen kommentieren Literaten und Künstler, Publizisten und Politiker aus Prag, Wien und München das Weltgeschehen – und ihr Leben in Hinterzimmern, Kaffeehäusern und Salons.
Veranstaltungsort: Gasteig, Black Box, Rosenheimerstr. 5, München
Szenische Lesung in Zusammenarbeit mit dem Collegium Carolinum, dem Tschechischen Zentrum München und der Bayerischen Theaterakademie August Everding.
Foto-Quelle: © aus der Sammlung des Museums der Haupstadt Prag, Karlsbrücke, um 1910

