Privates Universum
37 Jahre lang hat H. Třeštíková eine tschechische Familie mit der Kamera begleitet – angefangen bei der Geburt des ersten Kindes 1974 bis heute. Ein ergreifendes Dokument über die Bedeutung der Familie vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Gesellschaft.
CZ 2011, R: Helena Třeštíková, OmeU
Im Rahmen des 28. Internationalen Dokumentarfilmfestivals DOK.fest München, 8. – 15. Mai.
Die Tschechoslowakei im Jahre 1974: Die Filmemacherin porträtiert ihre schwangere Freundin. Ursprünglich als 15-minütige Doku gedacht, entwickelt sich das Homevideo zu einer Langzeitstudie, die 37 Jahre dauern soll. Die Familie wächst und hat es sich in der Zeit der sogenannten Normalisierung im „privaten Kosmos“ eingerichtet.
In Archivaufnahmen erzählt der Film nebenher vom Wandel der tschechischen Gesellschaft: Karel Gott zurück aus Las Vegas, die Eroberung des Weltraums, die Geschichte des Landes, von den rollenden Panzern bis zum Schlüsselklingeln am Wenzelsplatz. Dazu ein besonderer Fokus auf Honza, den Erstgeborenen, den Anarchisten und Weltenbummler, dessen Leben keineswegs straight verläuft. Hana HadasEine ganz normale tschechische Familie, 37 Jahre lang im Fokus der Kamera, von den 70er Jahren bis heute. Das „private Universum“ des Familienlebens vor der Kulisse der politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen eines kleinen Staates in Mitteleuropa.
Tschechische Republik 2012
Regie: Helena Třeštíková
Originalfassung: tschechisch
Untertitel: englisch
Helena Třeštíková, geboren 1974 in Prag, ist eine erfolgreiche tschechische Regisseurin und Dokumentaristin. Sie drehte schon mehr als 40 Dokumentarfilme und erhielt für ihr Schaffen viele Preise.
Veranstaltungsort: Filmmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, München

