Feuriges aus der Ferne – Zündwaren als Reiseandenken
Reiseandenken sind Teil unserer Alltagskultur und so vielfältig wie die Reiseziele, aus denen sie stammen. Zündwaren zählten lange Zeit zu den beliebtesten Souvenirs: Sie waren preiswert, leicht zu transportieren und gut aufzubewahren. Sie eigneten sich gut zum Verschenken, oft waren sie in mühevoller Handarbeit gefertigt. Aus seiner umfassenden Spezialsammlung zeigt das Zündholzmuseum Grafenwiesen eine Auswahl von Zündholzschachteln und -behältern mit touristischen Motiven aus aller Welt.
Besonders in den Anfangszeiten des Massentourismus, als das Fotografieren noch teuer war, galten die malerischen druckgrafischen oder fotografischen Motive lokaler oder regionaler Besonderheiten für die Daheimgebliebenen auch als „Beweisstücke“ der Reisenden dafür, dass man tatsächlich vor Ort gewesen war: am Rheinfall von Schaffhausen, auf der Akropolis in Athen oder auf der Freiheitsstatue vor New York. Mit ihren touristischen Bildmotiven sind Zündholzschachteln „feurige Grüße aus der Ferne“.

