Das befreundete Chodenland stellt sich vor
Die Ausstellung im Grenzland- und Trenckmuseum setzt einen weiteren Mosaikstein in der Freundschaft zwischen dem tschechischen und dem bayerischen Grenzland. Der Fotoclub Domažlice präsentiert das Chodenland von seiner malerischen Seite. Die Fotografien zeigen Feste und Feiern, bunte Trachten und farbenprächtige Keramik, traditionelles Gebäck, stolze Städte, stille Winkel oder bewegte Landschaften rund um den Čerchov/Schwarzkopf. Die Choden sind Angehörige einer tschechischen Volksgruppe. Im Mittelalter waren sie Grenzbewacher in der Gegend um Domažlice/Taus und deshalb von den böhmischen Königen mit Privilegien ausgestattet.
Mit dem Erstarken des tschechischen Nationalbewusstseins im 19. Jahrhundert rückte die Volksgruppe in den Fokus des öffentlichen Interesses. Bis in das frühe 20. Jahrhundert waren die Choden ein beliebtes Thema in der tschechischen Volkskunde, Literatur und Kunst. Auf die Erhaltung ihrer eigenen Volkskultur, Musik und Mundart, Tracht oder Keramik legen sie bis heute großen Wert.

