„So kommt ein flotteres Tempo in diese ohnehin raschlebige Zeit.“ Wien 1913
Hitlers Wehrdienstflucht, die Kriegssorgen des Kaisers, Sigmund Freuds Fehde mit seinem Rivalen C. G. Jung, Oskar Kokoschkas Liebe zu Alma Mahler, Robert Musils Roman „Mann ohne Eigenschaften“… Die Historikerin und Autorin Brigitte Hamann referiert über das politische und gesellschaftliche Leben, Alltag und Kultur in der Donaustadt Wien vor dem Ersten Weltkrieg.
Im Rahmen der Reihe „Wetterleuchten 1913: Prag, Wien und München vor dem Ersten Weltkrieg“
“Hitler, Adolf, zuletzt wohnhaft Männerheim, Meldemannstraße, Wien, gegenwärtiger Aufenthalt noch unbekannt.” Soweit die Vermisstenanzeige der Polizei auf der Suche nach dem Wehrdienstflüchtigen. Die heraufziehende Kriegsgefahr beschäftigte den Kaiser, den Thronfolger und politisch wache Zeitgenossen wie Karl Kraus, den Herausgeber der “Fackel”. Andere waren vollauf mit ihrem Alltag beschäftigt: Sigmund Freud mit der Fehde mit seinem Rivalen C. G. Jung, Oskar Kokoschka mit seiner verzweifelten Liebe zu Alma Mahler, Robert Musil mit seinem Jahrhundertroman “Mann ohne Eigenschaften”.
Das politische und gesellschaftliche Leben, Alltag und Kultur in der Donaustadt vor dem Ersten Weltkrieg stehen im Mittelpunkt des Vortrags.
Der Historiker Univ.Doz. Dr. Siegfried Mattl ist Leiter des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Geschichte und Gesellschaft in Wien.
Veranstalter: Tschechisches Zentrum München, Münchner Volkshochschule, Collegium Carolinum
Foto-Quelle: © ÖNB/Wien

