Ausstellung: Die Fraisch – eine wechselvolle Region – und 150 Jahre bayerisch-böhmische Grenze 1862-2012
Am 24. Juni 1862 wurde zwischen Franz Joseph I., Kaiser von Österreich und König von Böhmen, und Maximilian II. Joseph, König von Bayern, der “Wiener Staatsvertrag” geschlossen. Diese Grenze hat zwischen der Bundesrepublik Deutschland und er Tschechischen Republik auch noch heute Bestand. Eine Region war von dieser Festlegung besonders betroffen: Die Fraisch.
Das Bayerische Grenzmuseum Schirnding präsentiert anlässlich des 150. Jahrestag des Abschlusses des “Wiener Vertrags” am 24. Juni 1862 im Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) die Ausstellung “Die Fraisch – eine wechselvolle Region – 150 Jahre bayerisch-böhmische Grenze 1862–2012”.
Die bayerisch-böhmische Grenze war im 19. Jahrhundert in dem Gebiet, wo das Egerland, also das Territorium der Stadt Eger, und das Stiftland, also das Klosterland des Stifts Waldsassen, aneinander stießen, mehr überlappend als trennend. Im gesamten Raum, der egerisch-stiftischen “Fraisch”, besaßen die Bewohner eine beinahe einheitliche Geschichte, Sprache und Kultur, die im heute bayerischen Teil noch immer gepflegt werden, während sie im tschechischen Teil nur noch in spärlichen Resten vorhanden sind.
Zum 150. Jubiläum der Vertragsunterzeichnung soll die zweisprachige Ausstellung die geschichtliche Entwicklung dieses historisch fast einmaligen Gebietes, die Gemeinsamkeiten und die Zusammengehörigkeit der Region aufzeigen.





