Jüdische Mystik
Im August und September zeigt das Dr. Šimon-Adler-Museum in Dobrá Voda bei Hartmanice eine interessante und mystische Ausstellung der akademischen Malerin Zuzana Kadlecová, die die jüdische Kabbala zum Thema hat.
Laut der Tradition der Kabbala ist jeder der 22 Konsonanten des hebräischen Alphabets ein lebendiges Wesen mit starker schöpferischer Energie. Gerade die Kraft des Buchstabens, des Wortes, der Rede oder sogar der Bezeichnung von Dingen ist Energie, mit derer Hilfe der unnennbare, undarstellbare Gott, laut der Kabbala En Sof (hebräisch “es hat kein Ende”) genannt, die Welt schafft und mit derer Hilfe auch wir, als Partner von Gott, die Welt schaffen. Durch die stärkste, Leben spendende Energie wirkt der unaussprechliche Name Gottes, das Tetragramm JHWH – der geheimnisvolle “HaSchem”, hebräisch “Der Name”, der die tote Substanz, die in die Statue einer Golem-Statue geformt wird, zum Leben erwecken kann, wenn er in den Mund oder auf die Stirn gelegt wird.

