50 Jahre Museum Walderbach
Seit 50 Jahren werden Räume des ehemaligen Klostergebäudes in Walderbach genutzt, um lokale Volkskultur der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Ausstellung “50 Jahre Museum im Klostergebäude Walderbach” würdigt die Arbeit des Museumsgründers Ewald Stark (1902 – 1985) und zeigt die Entwicklung des Museums in den letzten fünf Jahrzehnten. In Zusammenarbeit mit der Kulturwissenschaftlerin Karin Hirschberger und mit Unterstützung der Gemeinde Walderbach konzipierte das Kulturreferat des Landkreises Cham diese Ausstellung anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Museums.
Die Nutzung des Klostergebäudes spiegelt die Geschichte des Ortes Walderbach, im Lauf der Jahrhunderte war das Gebäude vielfältig genutzt und den Bedürfnissen der jeweiligen Bewohner angepasst worden. Ursprünglich in der Obhut des Landkreises Roding, ist seit der Gebietsreform 1972 der Landkreis Cham Träger des Museums. Die fachliche Leitung liegt beim Kulturreferat des Landkreises.
Die Ausstellung wirft einen Blick auf die Anfänge des Museums und die Arbeit von Ewald Stark, der in den 1960er Jahren begann, Objekte der lokalen Volkskultur zu sammeln, die sonst verloren gegangen wären. Seine beeindruckende Sammlung reicht über Möbel, Werkzeuge und landwirtschaftliches Gerät bis zu Kleidung und Belegen der Volksfrömmigkeit.
Die Besucher werden in die 1960er Jahre zurückversetzt, als in Walderbach eine Phase des Umbruchs begann. Ein Wandel im gesamten Bereich der materiellen Kultur fand statt. Bis zu diesem Zeitpunkt von überwiegend bäuerlicher Struktur, war nun die Zahl der in Land- und Forstwirtschaft Beschäftigten stark rückläufig. Auf landwirtschaftlichen Flächen entstanden neue Wohnviertel. Alte Häuser wurden um- oder ausgebaut, vieles wurde modernisiert. Altes Gerät und Werkzeug sowie alter Hausrat wurden nicht mehr benutzt und wanderte auf den Dachboden oder wurde weggeworfen. Um diese außer Gebrauch geratenen Dinge vor dem Verfall zu retten, begann Ewald Stark mit dem Aufbau seiner Sammlung, die die Grundlage für das heutige Kreismuseum bildet.
Foto: Historische Geräte aus der Sammlung Stark

