Emil Cimiotti zum 85. Geburtstag
Den Raum ganz anders besetzen
Anlässlich des 85. Geburtstags von Emil Cimiotti würdigt das Museum, das sich besonders der Bildhauerei verpflichtet hat, diesen bedeutenden Künstler mit einer Retrospektive.
Gezeigt werden über dreißig Plastiken und ebenso viele Zeichnungen und Werkskizzen, die das Schaffen Cimiottis von 1956 bis 2011 darlegen. Bereits Ende der 50er Jahre findet er durch figurativ-vegetative Formen zu seiner spontanen, den “Raum ganz anders besetzenden” Bildsprache.
Er avanciert zu einem wichtigen Mitbegründer des Informel, seine Plastiken werden 1958 auf der Biennale in Venedig ausgestellt und 1959 nimmt er an der documenta II in Kassel teil. In den 80er Jahren arbeitet er in Auseinandersetzung mit Leben und Tod an skeletthaft wirkenden Körpern. Um 1990 greift Cimiotti ältere Themen wieder auf und entwickelt sie mit bewussten landschaftlichen Bezügen weiter.
Der 1927 in Göttingen geborene Bildhauer und ehemalige Hochschulprofessor lebt heute in Wolfenbüttel und gilt auch im internationalen Kontext als einer der prominentesten Vertreter der Deutschen Plastik nach 1945.


