Jan Hus – eine Messe für drei tote Männer
Experimenteller Dokumentarfilm, der am Beispiel von der Schicksalen (G. Bamford, O. Brüsewitz und R. Siwiec) das Märtyrer-Vermächtnis von Jan Hus aktualisiert. Ihre Revolte gegenüber der staatlichen Macht endet schließlich mit dem Opfer der Selbstverbrennung.
Der Film „Jan Hus“ ist politisch in dem Sinn, dass er von den Leuten handelt, denen gesellschaftliche Anliegen nicht gleichgültig waren. Die Geschichte Jan Hus wird allerdings nicht als eine Biographie präsentiert, sondern vielmehr als eine schmerzhafte Frage, die sich aus dem Mittelalter bis in unsere Gegenwart fortsetzt.
Die Geschichte spielt am Ende des 20. Jahrhunderts und ist situiert im historischen „Ostblock“. In dem Film werden drei Männer vorgestellt – Graham Bamford aus England, Oskar Brüsewitz aus Deutschland und Ryszard Siwiec aus Polen. Alle drei haben etwas mit Jan Hus gemeinsam. Erstens sind sie als Märtyrer gestorben, zweitens wollten sie das Regime verbessern und drittens waren ihre Taten eine Frage des Gewissens, des Kampfes für die Sache und des Ankämpfens von Individuen gegen Institutionen, die sie vertreten und nicht zerstören sollen.
Weitere Informationen zu dem Film finden Sie hier: www.acfk.cz/jan-hus.htm
CZ 2009, 75 Min., Original mit englischen Untertiteln
R: Miroslav Bambušek

