Bilder von Aleš Lamr
Die Bilder von Aleš Lamr bestechen durch den Einsatz leuchtstarker Farben, meist scharf voneinander abgegrenzt, durch kontrastreich nebeneinander stehende geometrische Felder und phantasievolle Figurationen, womit er den Betrachter “in der Seele treffen” möchte.
Aleš Lamr stammt aus einer Familie, die über Generationen hinweg als Ofenbauer und Keramiker tätig waren. 1960 bis 1966 studierte er Bildhauerei an der Hochschule für Kunst und Gewerbe in Brünn (Brno). Seit 1963 widmete sich der Künstler verstärkt der Malerei. Dabei liegt sein künstlerischer Schwerpunkt auf Acryl auf Leinwand, Aquarell und Pastell auf Papier. Seine zum Teil großformatigen Bilder bestechen durch leuchtstarke Farben, kontrastreiche geometrische Felder und schwingende Figurationen. In diesem erregenden Zusammenspiel entstehen neue Räume mit fantastischen Wesen und bewegten Formen. Aleš Lamr geht es vorrangig um die visuelle Wahrnehmung und nicht um Theorien, Konzeptionen und Adaptionen der modernen Malerei. Vielmehr will er den Betrachter “in seiner Seele treffen” und Emotionen wecken. In seinem Werk gibt es nichts Aggressives, Provozierendes oder Schockierendes. Auf alles blickt der Künstler liebevoll, mit Sinn für Humor, Verspieltheit und Kreativität.
Was die Einzelausstellungen des Aleš Lamr betrifft, begann alles 1968 in der Kleinen Galerie in Prag. Bis heute folgten unzählige weitere im In- und Ausland. Ein spektakulärer Auftrag führte den Künstler 1991 in den Präsidentenpalast auf dem Prager Hradschin. Hier gestaltete er Decken- und Wandbereiche im Wohntrakt des Präsidenten der Tschechischen Republik Vaclav Havel. Damit verbunden war eine umfangreiche Kunstausstellung vom 6. bis zum 29. März 2009 in der prominenten Galerie Manes am Prager Moldauufer, bei der eine Retrospektive mit seinen Werken vorgestellt wurde.

