Raritäten und Kuriositäten – Erfindungen, Basteleien, Improvisationen rund ums Zündholz
Zündhölzchen und Zündholzschachteln sind normierte Alltagsprodukte, die in großen Stückzahlen hergestellt werden. Allerdings gibt es Abweichungen von industriellen Standards und sowohl die kleinen Hölzchen, als auch deren Behältnisse bieten immer wieder Anreize zu individuellem, kreativen Gestalten.
Das Zündholzmuseum Grafenwiesen präsentiert in dieser Ausstellung Ungewöhnliches und Kurioses, Raritäten und Bastelarbeiten.
Zündholz ist nicht gleich Zündholz. Es gibt Wachszünder und Sturmhölzer, wasserfeste Streichhölzer oder Bengalhölzer. Auch von Zündholzschachteln existieren unterschiedlichste Sonderformate. Sie finden außerdem Verwendung für kleine Überraschungen wie Puppenstuben und Weihnachtskrippen, Geschichten, Spielesammlungen oder mechanische Scherze.
So manche Bastelarbeit dokumentiert Geduld und Geschick ihres Herstellers. Ein regelrechter Bastelprofi, Harald Wirth aus Hof, stellt aus seinem privaten Streichholzmuseum Leihgaben für die Ausstellung zur Verfügung. Mit seinen bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Zündholzmodellen schaffte er sogar einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde.
Die Sonderschau zeigt auch Improvisationen aus Notzeiten, so etwa Zündholzbehälter aus der Zeit der beiden Weltkriege, die aus Kriegsmaterial, wie zum Beispiel Granatenhülsen, hergestellt wurden.
Die Ausstellung findet statt im Rahmen des grenzüberschreitenden Projektes DIALOG MUZEUM, das von der Europäischen Union, Ziel 3, gefördert wird.
Geöffnet: Mi, Do, So und Feiertage 14-16 Uhr, Führungen nach Vereinbarung (Tel. 09941/940317, tourist-grafenwiesen@t-online.de

