GEDRUCKTE ZEIT Cl. Attenkofer´sche Buch- und Kunstdruckerei von 1860 bis 2010 – 150 Jahre “Straubinger Tagblatt”

Am 2. Juli 1860 stellte Clemens Attenkofer aus Landshut an den Straubinger Stadtmagistrat das Gesuch, die Druckerei von Franz Seraph Lerno für 10.000 Gulden erwerben und sich hier als Buchdrucker niederlassen zu dürfen. Nach Zustimmung der Straubinger Stadtväter übernahm Attenkofer die Lerno’sche Druckerei nicht nur, um in gewohnter Weise Bücher und Broschüren, Todesanzeigen, Billets und Ähnliches zu drucken, sondern gründete auch eine Tageszeitung. Denn das bis dato in Straubing erscheinende “Straubinger Wochenblatt” enthielt als amtliches Organ des Rathauses fast nur offizielle Verlautbarungen sowie Vereins- und Werbeanzeigen.
So erschien am Montag, den 1. Oktober 1860 die erste vierseitige Ausgabe des “Straubinger Tagblatts”.
Wenngleich Clemens Attenkofer bereits 1866 starb, lebt der Name des Gründers fort in der “Cl. Attenkofer’schen Kunst- und Buchdruckerei” und wird nun schon in fünfter Generation von den Nachkommen weitergeführt.
2010 können die Cl. Attenkofer’sche Buch- und Kunstdruckerei, das “Straubinger Tagblatt” und die Verlegerfamilie auf einen langen Weg zurückblicken, auf dem Höhen und Tiefen, politische, wirtschaftliche und technische “Revolutionen” gemeistert wurden.
Die in Zusammenarbeit von Gäubodenmuseum Straubing und Stadtarchiv Straubing erarbeitete Sonderausstellung wie auch die die Ausstellung und das Jubiläum begleitende Festschrift werfen Streiflichter auf die Vergangenheit, dokumentieren den bunten Alltag eines regionalen Verlags, der sich heute den Herausforderungen der neuen Medienlandschaft stellt.
