Eröffnung einer dreiteiligen Ausstellung zum Thema Hussiten
Mit drei zeitgleich präsentierten Ausstellungen befasst sich das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) im April 2010 mit dem Thema Hussiten. Die Ausstellungen informieren umfassend und facettenreich über geschichtliche Zusammenhänge, über die Städte mit hussitischer Geschichte und Tradition und mit einer Sammlung historischer Postkarten über den Konzilaufenthalt von Jan Hus in Konstanz.
Dauer der Ausstellung: 08.04.10 – 02.05.10
“Auf den Spuren der Hussiten”, eine Ausstellung von bovaria e.V.
Raum: bb-forum
Wer waren die Hussiten? Wie kam es zu den Hussitenkriegen? Wie schlugen sich diese Ereignisse in Politik, Kultur und Religion nieder? Diesen Fragen spürt die zweisprachige, als deutsch-tschechische Wanderausstellung gelungen konzipierte und allgemeinverständliche Präsentation mit den Themenschwerpunkten Geschichte, regionale Traditionen und Landschaften nach. Anlass, diese Ausstellung zu gestalten, war die bisher nur sehr spärlich vorhandene populärwissenschaftliche Literatur zum Thema. Die Ausstellung verschafft einen ersten Überblick. Dabei werden auf Basis des aktuellen, gesicherten Wissensstandes alte Ressentiments aufgearbeitet und eine neue Bewertung der Geschichte vor dem Hintergrund heutiger europäischer Nachbarschaft versucht.
Die Ausstellung umfasst folgende Bereiche:
– Der geschichtliche Teil: knapp, aber vielgestaltig (Grafiken, Animationen, Exponate)
– Die Spurensuche in Bayern und Böhmen: die anschaulichsten Punkte und Orte (Fotos, Exponate)
– Sonderthemen (z.B. Waffen, Hus-Oper, Religionsdisput, Festspiele) werden plakativ erläutert
Weiteres Ziel der Ausstellung ist es, über Aktivitäten zu informieren, die sich mit dem Thema Hussiten beschäftigen. So werden das Hussitenmuseum Tabor, die Sammlungen in Husinec und Prag, das Hus-Museum Konstanz, die Sammlung in Neunburg v.W. und Sammlungen andernorts vorgestellt. Auch Städte mit hussitischer Geschichte und Tradition und alle Festspielorte werden speziell präsentiert. Verantwortlich für die Inhalte der Ausstellung sind vier Autoren, die sich seit langem mit der Materie befassen:
– Dr. Milos Drda, Direktor des Hussitenmuseums Tabor (CZ)
– Dominik Dorfner, Historiker des Mittelalters und der Neuzeit, Grottaferrata/Rom (I)
– Mgr. Jakub Smrcka, wissenschaftl. Mitarbeiter am Hussitenmuseum Tabor (CZ)
– Franz Grundler, Dipl.-Designer und Buchautor in Nabburg (D)
“Gemeinsame Geschichte verbindet”, eine Ausstellung der Vereinigung der Städte mit hussitischer Geschichte und Tradition
Raum: bb-forum
Die Ausstellung zeigt Porträts der Mitgliedsstädte der Vereinigung, ergänzt um Ausführungen über die hussitische Geschichte und die kulturelle Zusammenarbeit der Städte mit hussitischer Tradition und Geschichte.
“Jan Hus in Konstanz”, Sonderausstellung des Hus-Museums in Konstanz
Raum: bb-dialog
Ansichtskarten, deren Geschichte bis in die 70er Jahre des 19. Jahrhunderts zurückreicht, sind wahre bildliche Zeitdokumente. Sie bieten erstaunlich gute Einblicke in die sich wandelnde, oft schon vergessene Alltagsgeschichte.
Auch in Konstanz am Bodensee bekamen wichtige Ereignisse und Personen “eigene” Karten. Viele von ihnen erinnern an den tschechischen Reformator Jan Hus († 06.07.1415 in Konstanz). Die schönsten dieser historischen Ansichtskarten zeigt die Sonderausstellung “Jan Hus in Konstanz”. Sie dokumentiert somit in einer etwas anderen Art und Weise chronologisch den Konzilaufenthalt von Hus.
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