“Schönheitsgalerie” – Frauenbilder auf Zündholzetiketten
Nofretete, Mona Lisa, Lola Montez. Schöne Frauen der Weltgeschichte wurden im Industriezeitalter auf Druckmedien massenhaft dargestellt. Auch das Zündholz-Etikett diente der Verbreitung weiblicher Schönheitsideale. Wurden im 19. Jahrhundert auf dem “kleinsten Werbeplakat der Welt” exotische Schönheiten und reizende Mädchen abgebildet, so schmücken Zündholzschachteln des 20. Jahrhunderts Bilder berühmter, schöner und selbstbewusster Frauen. Die Darstellungen sind Wunschbilder idealtypischer Weiblichkeit, instrumentalisiert für politische Propaganda oder Produktwerbung.
Die Ausstellung zeigt chinesische Schönheiten und russische Tänzerinnen, die Schönheitsgalerie des bayerischen Königs Ludwig I. im Miniaturformat, die “gute Mutti von Milupa”, “flotte Models” aber auch “leichte Mädchen” des Rotlichtmilieus. Die Zündholzschachtel, mit der in den 1970er Jahren in Deutschland für die Gleichberechtigung von Frauen geworben wurde, ist eine Rarität in der Spezialsammlung des Museums.
Öffnungszeiten:
Geöffnet von Ostern bis Allerheiligen und in den Weihnachtsferien
Mittwoch, Donnerstag, Sonntag und Feiertage von 14.00 bis 16.00 Uhr

