“refill” – Kunst braucht Raum zur Entfaltung
Die Kunstakademie München feiert in diesem Jahr ihr 200-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum nimmt die an die Akademie angebundene Fortbildungseinrichtung transform zum Anlass, eine Ausstellung zu organisieren. transform ist ein Projekt des Lehrstuhls für Kunstpädagogik an der Akademie und resultiert aus der Zusammenarbeit des Lehrstuhls und der Medienpädagogik an der Akademie mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Die Ausstellung in der alten Ski-Fabrik Völkl wird neben den künstlerischen Mitarbeitern der Akademie Professor Albert Hien (Kurator) und transform-Leiter Bernhard Höß auch von Kunstpädagogen, die sich in bestimmten Bereichen professionalisiert haben, gestaltet. In Straubing haben sich folgende Künstler zu einer Ausstellungsgemeinschaft zusammengefunden: Markus Eberl, Erich Gruber, Albert Hien, Bernhard Höß, Margrit Hohenberger, Christian Kellner, Pit Kummer, Frank Luhn, Max Messemer, Meinhart Meyer, Tim Proetel, Charlotte Schnieringer und Alexander Stern.
Wie der Titel der Ausstellung “refill” andeutet, ist es die Intention der Aussteller leer stehende Hallen der alten Ski Völkl-Fabrik mit raumbezogenen Arbeiten wieder zu befüllen. So werden von den Kunstpädagogen und Künstlern Installationen, Objekte, Malereien sowie Videos und Fotografien als Kunst im Raum erst direkt extra vor Ort angefertigt. Die Beziehung zwischen Kunst und Raum lebt durch gegenseitiges Geben und Nehmen. Kunst braucht Raum, um sich entfalten zu können. Deshalb findet man in den alten Völkl-Hallen auch wunderbare und ideale Voraussetzungen. So kann es glücklicherweise dazu kommen, dass die Kunst diese Räume gestaltet, ihnen Einzigartigkeit verleiht und selbst Räume und Räumlichkeiten schafft. Die Kunst gibt den Fabrikräumen eine neue Identität, bezieht sie in eine neue Gegenwart ein und füllt sie mit Volumen materieller, aber vor allem geistiger Art. Raum darf deshalb nicht nur architektonisch gesehen, sondern soll vor allem auch gesellschaftlich, kulturell oder als intellektuelles Konstrukt gedacht werden.
Vernissage:
Die Ausstellung wird am Donnerstag, den 3. Juli um 19 Uhr auf dem Völkl-Gelände am Steinweg 62 in Straubing von Professor Dr. Johannes Kirschenmann und Bürgermeisterin Maria Stelzl mit einer anschließenden Führung eröffnet.
Besichtigung:
Die Ausstellung kann dann bis 27. Juli an den Wochenenden am Samstag und am Sonntag immer um 14 Uhr im Rahmen von Gruppenführungen besichtigt werden. Die Bevölkerung ist zur Eröffnung und zu den Wochenendführungen in die Völkl-Hallen herzlich eingeladen.
Veranstaltungsort:
Auf dem Völkl-Gelände, Am Steinweg 62, D-Straubing

