Zwischen Tier und Blume: Pilzmotive in der zeitgenössischen Kunst
In den letzten zwei Jahrzehnten stellen immer mehr Künstler in ihren Werken Pilze dar; diese wanderten allmählich von der Peripherie ins Zentrum der Bilder und wurden zu deren zentralem Motiv. Für einige Künstler wurden Pilze zum Hauptsujet ihres Schaffens. Man könnte meinen, diese Tendenz hinge mit dem nach dem Jahr 1989 neu gewonnenen Gefühl der Freiheit zusammen, das sich auch in einer Begeisterung für Experimente mit halluzinogenen Stoffen äußerte. Diese spielen im ganzen Thema eine eher periphere, wenn auch unübersehbare Rolle. Wichtiger erscheint die Art und Weise, wie in der postmodernen Kunst der Kitsch wahrgenommen wird und wie sich die Bedeutung und die Gestalt des Kitsches im Verlauf der Zeit verändern. Daneben ist ein nicht zu vernachlässigendes Faktum die Tatsache, dass das Sammeln von Pilzen in unseren geographischen Breiten zu den besonders beliebten Tätigkeiten gehört, was nicht ohne günstigen Einfluss auf die Wahrnehmung der Pilze als solcher bleibt. Ziel der Ausstellung ist es, diese interessante ikonographische Strömung mit einigen retrospektiven Blicken ins 20. Jahrhundert vorzustellen, und zwar vermittels von Themenkreisen,
die die Pilze nach ihrer magischen, ornamentalen, symbolischen oder sammlerischen Bedeutung untersuchen.
Vernissage: 05.04.2008 um 15.00 Uhr

