Rudolf Filla: Übermalereien – Bilderausstellung
Rudolf Filla stammt aus Příbram bei Brno und während seines Studiums in Brno hatte er die Gelegenheit, von der lyrischen Motivtraktierung und von der Fähigkeit des Grenzenüberschreitens bei Bohdan Lacina bezaubert zu sein. B. Lacina war Vertreter der zweiten surrealistischen Generation in Tschechien. Bei seinen Arbeiten verbinden sich auf eine einzigartige Weise die rein bildende, malerische und zeichnerische Sensibilität mit der Fähigkeit der analytischen, rationellen Reflexion mit einem breiten kulturellen Hintergrund. Sein Schaffen in den sechziger Jahren hatte zuerst den Charakter eines lyrischen Informels, häufig verzichtete er nicht auf traditionelles Öllgemälde, die Bildebene überschritt er manchmal mit einem assamblagierten Reliefobjekt, der allerdings integral in den malerischen Prozess eingegliedert war. In den sechziger Jahren verwandelten sich seine Arbeiten allmählich – aus mehr oder weniger expressiven Strukturen wurde die Demonstration einer isolierten malerischen oder zeichnerischen Aufnahme, die zum einzigen Thema wurde.
Filla ist weiterhin der bedeutendste tschechische Schöpfer von Autorbüchern, in denen er immer neue Eingriffsformen entdeckt, einschl. Durchdringung von der eingespritzten Farbe bis zur Fillasche Variation des klassischen Dekalks, das bestimmte Sequenzen verbindet.

