Jagd im tschechisch-bayerischen Grenzgebiet im 16. bis 19. Jahrhundert

Die Ausstellung widmet sich der Jagd als Kulturphänomen im Mittelalter und der Neuzeit in Mitteleuropa – vorwiegend in Böhmen und in angrenzenden Gebieten – vom Hochmittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts (das symbolische Zeitende ist die Feststellung der letzten Bärenspuren im Böhmerwald im Jahre 1892). Die Ausstellung zeigt vor allem Jagdwaffen von Armbrüste und Speere über Räder-, Feuerzeug- und Perkussionswaffen bis zu Flinten mit modernen Systemen vom Ende des 19. Jahrhunderts und natürlich auch Jägermesser, Hirschfänger, Pulverwaffen, Munitionhülsen usw. Ein Teil der Waffen wurde in bayerischen Werkstätten hergestellt. Diese Waffen werden mit Gegenständen vom künstlerisch-industriellen Charakter mit Jagdthematik ergänzt (Porzellan, Glas, Medaillen und geringe Plastik) und selbstverständlich auch mit Graphiken, die die Zeitathmosphäre hervorrufen. In der Ausstellung werden auch verschiedene Jagdweisen und -organisierungen im Mittelalter und Neualter gezeigt. Vorgestellt werden auch die wichtigsten Arten der Jagdtiere (mit Schwerpunkt auf große und wilde Tiere) und nicht zuletzt wird auch eine Übersicht vom Jagdwesen und -recht gegeben.
