Karina Wellmer-Schnell: Objekte
Der tschechische Dichter Josef Hrubý hat in seinem Gedicht “Z očí do očí” die Augen als Symbol der inneren sowie der äusseren Wirklichkeit gewählt. Und ihre gegenseitige Wirkung und die scheinbare Zwiespältigkeit zwischen der inneren und der äusseren Wahrheit ist seit vielen Jahren auch Thema der künstlerischen Arbeiten von Karina Wellmer-Schnell. So treffen sich hier die Literatur und die bildende Kunst, nicht zuletzt als Huldigung an das dichterische Werk von Josef Hrubý.
Die Bilder sowie bildende Objekte aus Rohleder, Eisen, Fotografien, Papier, Rost und anderen Materialien, wie all die künstlerische Werke von Karina Wellmer-Schnell, widmen sich dem Thema Konfrontation der menschlichen Sehnsucht nach Liebe, Sicherheit und Zärtlichkeit mit wachsenden äusseren Normen und gesellschaftlichen Beziehungen, die wir selbst seit Jahrhunderten bilden. Die Sehnsucht nach Harmonie und Freundschaft begegnet sich mit der Anstrengung nach Macht und mit Geldjagd. Die Augen sind Symbol der Bilder, die wir mittels unserer Sehkraft wahrnehmen, allerdings auch Symbole der Bilder in uns.

