Internationales Theaterfestival 2005 – Langes Leben: Neues Theater Riga

Die Autoren des Langen Lebens beschreiben das Leben von fünf Menschen und schildern wortlos einen Alltag. Als virtuelle Beobachter treten wir in eine Gemeindewohnung ein und werden Bestandteil des mondsüchtigen Rhythmus der Alltäglichkeit von alten Menschen. Ihre Schauspieler-Präsentation in der engen Nähe des Publikums kann man als phänomenal betrachten.
Die Inszenierung zeigt, was alles ein Schauspieler wortlos nur mittels seiner Physignomie ausdrücken kann. Das Experiment scheint offen zu sein – es ist nicht möglich, dass es gerade die Abwesenheit von Worten wäre, die den Zuschauer in einen lediglichen Beobachter von allem verwandelt, was die Schauspieler des Neuen Theaters Riga mit ihrer Meisterschaft erreichen können.
Regie: Alvis Hermanis
