München leuchtet in Pilsen
Mit der Ausstellung "München, leuchtende Kunstmetropole 1870 - 1918" holte sich Pilsen, Kulturhauptstadt Europas 2015, über 100 bedeutende Werke von 47 Künstlern der berühmten Ära der Münchner Schule bis zum Beginn der Avantgarde aus der Schaffensperiode des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts in die Westböhmische Galerie. Zweiter und Kulturbürgermeister Martin Baxa freute sich mit den Kulturhauptstadtorganisatoren, der Region Pilsen, den Leihgebern und Förderpartnern vor 150 Eröffnungsgästen am 27. Januar über die großartige Ausstellung, die nach den übereinstimmenden Kommentaren der Experten zu den Programmhöhepunkten des Kulturhauptstadtjahres gehört.
Einen großen Beitrag leistete die Nationalgalerie in Prag, die den Hauptanteil der Werke aus ihrem Fundus ans Licht brachte. Das Museum Villa Stuck in München, das Lenbachhaus und das Forum Ostdeutsche Galerie in Regensburg zeigten sich ebenfalls offen und setzten mit Leihgaben aus ihren Häusern Akzente. Die Ausstellung ist bis 6. April geöffnet.
München wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem der wichtigsten europäischen Kunstzentren. Vor allem die Malerei der Münchner Schule wurde zu einem international anerkannten und preisgekrönten Phänomen. Die Stadt wurde von jungen Künstlern aus der ganzen Welt ausgesucht, unter denen die tschechischen stark vertreten waren.
Die Ausstellung ist in vier Themenbereiche gegliedert. Besondere Aufmerksamkeit ist auf die Malerei gerichtet, die in München eine bevorzugte Position hatte, aber auch Werke der Bildhauerei, Zeichnung und Grafik sind in Pilsen zu sehen. Die großen Namen der Ausstellung sind Lovis Corinth, Ludwig Dill, Alexej von Jawlensky, Vasilij Kandinskij, Paul Klee, Alfred Kubin, Wilhelm Leibl, Franz von Lenbach, Gabriel von Max, Vaclav Brožík, Luděk Marold, Alfons Mucha, Hugo Steiner-Prag, Carl Thiemann und Joža Uprka.



















