1. Forum “Wissenschaft ohne Grenzen” | 31.03.09
Im öffentlichen Forum "Wissenschaft ohne Grenzen - grenzüberschreitende Studien im Fokus" haben am 31.03.09 fünf junge Wissenschaftler ihre Magister-, Diplom- und Doktorarbeiten zu grenzüberschreitenden Themen vor einem sehr interessierten Zuhörerkreis im Centrum Bavaria Bohemia in Schönsee vorgestellt.
Die fünf Referenten studierten bzw. studieren noch an den Universitäten Regensburg, Heidelberg und Prag. In ihren Abschlussarbeiten zeigten sie, wie vielfältig das Spektrum der Forschungen über deutsch-tschechische Themen ist.
Zwei der präsentierten Arbeiten behandeln das Leben der deutschen Minderheit in der Tschechoslowakei und Tschechien, eine Dissertation untersucht die Grenzsicherung der DDR und der ČSSR am Eisernen Vorhang, eine weitere Dissertation befasst sich mit der Zusammenarbeit der deutsch-tschechischen Europaregionen und eine Magisterarbeit erforscht die Geschichte der künischen Freibauern in der Grenzregion des Böhmerwalds südlich von Klatovy / Klattau.
Weiter wurde ein beim Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Förderung beantragtes universitätsübergreifendes Dissertationsprojekt der Universitäten Nürnberg-Erlangen und Regensburg vorgestellt. Im Rahmen der Forschungen soll die Zusammenarbeit von Deutschen und Tschechen in Organisationen in der bayerisch-böhmischen Grenzregion aus pädagogischer, soziologischer und sprachlicher Hinsicht untersucht werden.
Dr.Thomas Stahl, Dozent an der Universität Bayreuth, informierte über ein geplantes Gemeinschaftsprojekt seiner Universität in Zusammenarbeit mit der Westböhmischen Universität Pilsen, ein Zusatzstudium “Interregionale Germanistik” für Sprach- und Kulturvermittler anzubieten.
Dr. Winfried Baumann von der Universität Pardubice hatte Arbeiten von Studenten der Philosophischen Fakultät mitgebracht, die zur Einsicht auslagen.
Teilnehmer des 1. Forums “Wissenschaft ohne Grenzen” waren Professoren, Dozenten, Studenten aus Pilsen, München, Passau, Regensburg, Nürnberg, Pardubice und an Forschungen interessierte Gäste. Sie nutzten die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und wurden angeregt, selbst grenzüberschreitende Themen für ihre Abschlussarbeiten zu wählen.
Die Veranstaltung fand im Rahmen des CeBB-Projekts “Kultur ohne Grenzen | Kultura bez hranic” in Kooperation mit Universitäten und Hochschulen der bayerischen und tschechischen Nachbarregionen statt und soll in Zukunft jedes Jahr durchgeführt werden.



