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  • Die Zigaretten und der Genitiv

Veröffentlicht am 05. Mai 2011 Tschechisch lernen – Mission impossible?Blog

Die Zigaretten und der Genitiv

Tschechien ist bekanntlich eines der wenigen europäischen Länder, wo man auf Kneipentischen noch Aschenbecher vorfindet. Ein Raucherparadies also, dachte ich bis vor kurzem. In einer Tankstelle bei Klatovy habe ich meine Meinung geändert.

Ich kaufte ein Eis, bezahlte das eben getankte Benzin und fasste einen spontanen Entschluss, den ich gleich darauf bereuen sollte. “Dejte mi ještě, prosím, jednu krabičku …”, begann ich, aber mein Satz blieb unvollendet. Dass ich eine Packung blaue Gauloises wollte, wusste ich nur auf Deutsch. Ich begann, nachzudenken. Nach einer Mengenangabe wie “jedna krabička” steht laut Lehrbuch der Genitiv, überlegte ich, und zwar der Genitiv Plural, weil es ja mehrere Zigaretten sind. Bei den alten Römern gab es diese Art von Genitiv auch – das war der genitivus partitivus, der Teilungsgenitiv. Aber das hilft mir jetzt nichts. Ich brauche die tschechischen Genitivendungen im Plural, und zwar sofort. Die Kassiererin fixierte mich streng. Genau wie der Lateinlehrer damals. Ich dachte weiter. Im Genitiv und Lokativ Plural haben alle drei Geschlechter dieselbe Endung, das wusste ich noch, aber welche? Offenbar hatte ich sie noch nicht oft verwendet. Wahrscheinlich deswegen, weil ich meine Zigaretten bislang immer in den Selbstbedienungsläden direkt an der Grenze gekauft hatte. Plötzlich kam mir die Erleuchtung – “-ých”!

“… modrých …”, sagte ich also nach der kleinen Bedenkpause und bemerkte, dass sich der Verkaufsraum unterdessen mit überraschend vielen Kunden gefüllt hatte, die alle hinter mir anstanden und irgendwie nervös wirkten. Nun, das Wort “Gauloises” würden sie noch abwarten müssen. Aber wie bildet man den Genitiv Plural von “Gauloises”? Werden “Gauloises” überhaupt dekliniert? Einerseits, überlegte ich, macht die tschechische Deklinierfreude auch vor ausländischen Eigennamen nicht halt. Unsere Bundeskanzlerin zum Beispiel heißt im Genitiv Angely Merkelové und unser Altbundeskanzler im Dativ Helmutu Schmidtovi. Andererseits passt die Endung “-es” nicht ins tschechische Deklinationssystem, und daher bleiben Gauloises eventuell undekliniert … vielleicht, dachte ich weiter, sollte ich lieber Marlboro kaufen. Die schmecken mir zwar nicht, aber Substantive auf “-o” kann ich deklinieren. Da fällt beim Genitiv Plural das “-o” weg, und dann heißt es Marlbor. Marlbor? Also “jednu krabičku Marlbor”? Ob das stimmt? Klingt “Marlbor” nicht irgendwie komisch? Ich zweifelte.

Die Stimmung im Tankstellenshop war inzwischen ein wenig gereizt. Hinter mir gab es heftige Wortwechsel. Wahrscheinlich wurde darüber gesprochen, dass der Name für die Deutschen völlig zu recht vom Adjektiv “stumm” abgeleitet ist. Kurz zog ich in Erwägung, das Rauchen ganz aufzuhören, fand es aber sofort völlig absurd, das ausgerechnet in Tschechien zu tun. Dann kapitulierte ich vor dem Deklinationsproblem und vor dem bohrenden Blick der Kassiererin und nahm eine Packung “von den blauen Zigaretten da – těchto modrých cigaret!”

Das Eis, das ich nach draußen trug, war halb geschmolzen. Meine wartende Freundin hingegen wirkte vereist. “Na?”, sagte sie. “Mal eben ‘ne halbe Stunde auf Tschechisch mit der Blondine an der Kasse geflirtet?”

Aber wenig später, beim Bummel durch Klatovy, wurde alles wieder gut. Wir kamen nämlich an einem Schuhgeschäft vorbei. Und den Genitiv Plural von “bota” – den kann ich.

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