Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen auf Informationsfahrt nach Pilsen
Teil des Programms der zweitägigen Fahrt von Mitgliedern der Bayerischen Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen am 2. und 3. Mai 2018 war auch ein Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der tschechisch-bayerischen Zusammenarbeit. Von Seiten des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) folgten der Einladung CeBB-Leiterin Dr. Veronika Hofinger und Hans Eibauer, Vorstand der Kulturstiftung Bavaria Bohemia.
Die Informationsfahrt in die Metropole Westböhmens, Kulturhauptstadt Europas 2015 und Partnerstadt von Regensburg initiierte Grünen MdL Jürgen Mistol aus Regensburg, dem die Zusammenarbeit mit unserem Nachbarland Tschechien sehr am Herzen liegt. Der Delegation gehörten neben ihm Landtagsvizepräsidentin Ulrike Gote (Oberfranken) und die Landtagsabgeordneten Kerstin Celina (Unterfranken), Christine Kamm (Schwaben) und Thomas Mütze (Unterfranken) an. Vor dem Informationsaustausch im Restaurant U Mansfelda besuchten die Abgeordneten das Unternehmen ZF Engineering Plzen s.r.o., einer von 20 Hauptentwicklungsstandorten der weltweit agierenden ZF Friedrichshafen AG. Direktor Dr. Mathias Eickhoff informierte über die Schwerpunkte der Software- und Prozessschmiede mit fast 400 Mitarbeitern: Mit dabei war Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes von der IHK Regensburg für Oberpfalz und Kelheim und Karla Stanková, die Leiterin des IHK-Regionalbüros Pilsen.
Jürgen Mistol freute sich, dass zum Informationsaustausch mit Landtagsabgeordneten viele wichtige Akteure grenzüberschreitender Institutionen anwesend waren. Unter Ihnen die Euregio Egrensis mit Geschäftsführer Harald Ehm und Förderberater Robert Jodelbauer, Tandem Pilsen mit Direktor Jan Lontschar, der Geschichtspark Bärnau – Tachov mit Václav Vrbík, die Netzwerkmanagerin Lucie Valentova vom Beratungsbüro bayerischer – tschechischer Grenzraum beim Bezirk Oberpfalz und vom CeBB Leiterin Dr. Veronika Hofinger und Hans Eibauer.
Die Akteure der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit informierten über die Schwerpunkte der Arbeit, über laufende Projekte und das große Netzwerk, das beide Nachbarseiten verbindet. Veronika Hofinger nannte die Koordinierungsstelle für die bayerisch-tschechische kulturelle Zusammenarbeit, eine bedeutende Aufgabe, die dem CeBB Ende 2016 vom Kultusministerim übertragen wurde. Weiter informierte sie über das dreijährige EU-geförderte Projekt “Barockregion Bayern Böhmen” mit zwei tschechischen Partnern, darunter auch das Depot 2015. Längstes Projekt ist das vom DTZF geförderte Projekt „Kultur ohne Grenzen – Begegnung Bayern Böhmen“, das vom DTZF gefördert wird und zusammen mit Tandem Pilsen als tschechischer Partner umgesetzt wird.
Das CeBB befasst sich in diesem Jahr zudem mit einem zeitgeschichtlichen Schwerpunktthema, dem Jahrhundertzeitraum 1918 – 2018 mit Veranstaltungen zu den markanten Jahrestagen in den 8er Jahren. Hans Eibauer erläuterte die Finanzierung des CeBB auf der Grundlage eines Mehrsäulenmodells. Der Freistaat Bayern fördert seit dem DHH 2013 / 2014 das CeBB institutionell, ein wichtiger Beitrag zur Gesamtfinanzierung. Mit wachsenden Aufgaben wird der Finanzierungsbedarf auch größer. Die Trägerschaft liegt in Händen des gemeinnützigen Vereins Bavaria Bohemia, der viel ehrenamtliches Engagement einbringt. Mit der Kulturstiftung wird versucht, weitere Mittel zu gewinnen.





