31. Wurzer Sommerkonzerte – „Ja Ka Scha – So ist das Leben“
Bunt wie ein Osternest und facettenreich wie das Leben gestaltet sich das Programm der diesjährigen WURZER SOMMERKONZERTE von Klassik über Romanzen zur Moderne, von Csárdás, Klezmer, Jazz bis zu feuriger Roma-Musik.
Mit dem „Zauber der Oboe“ am 28. Juli eröffnen Jan Adamus und sein Ensemble die Konzertsaison und damit zugleich den „Tschechischen Musiksommer“. Jan Adamus ist einer der führenden tschechischen Oboisten und ein Magier der Atemkunst. Er spielt minutenlang, ohne Luft zu holen.
Für den „Tschechischen Musiksommer“ in Wurz haben erlesene Ensembles Werke von Dvořák, Janáček, Suk, Smetana und Kodály im Gepäck: das Sedláček Quartett mit dem Oboisten Lukas Pavlíček, das Prager Škampa Quartett mit dem Klarinettisten Ib Hausmann, der neben einer eigenen Komposition auch Mozarts berühmtes Klarinettenquintett A-Dur zu Gehör bringt, das Pro Arte Streichtrio aus Prag und das Dvořák Klaviertrio.
Die Preisträger des Streichquartett-Wettbewerbs von Bordeaux 2016, das litauische Mettis Quartett, bringen Werke von Haydn, Beethoven, Schostakowitsch zu Gehör und stellen den Komponisten ihrer Heimat Anatolijus Šenderovas vor.
Romantisch wird es, wenn uns die Klaviervirtuosinnen Alexandra Mikulska in „Liebesträume“ mit Werken von Liszt und Chopin und Elzbieta Mazur in die „grenzenlose Fantasie“ von Chopin und Schumann entführen.
Zu einem besonderen Abend sind Feuerwehrleute, Polizisten, Rettungskräfte und andere Helfer eingeladen. Sie treten an, um Leben zu retten und müssen oft psychische Belastungen verarbeiten. Das geht auch mit Hilfe von Musik! Prof. Thomas Loew, Universitätsklinikum Regensburg, gibt Hilfestellung für die Selbstheilung bei posttraumatischen Belastungsstörungen, begleitet vom Ferrara Duo mit Stefan Conradi, Gitarre, und Annina Holland-Moritz, Fagott.
Mit Gesa Hoppe, Mezzosopran, Klaus Schöpp, Flöte, und Katharina Hanstedt, Harfe, begeben wir uns auf Entdeckungsreisen durch impressionistische Klangwelten im Garten des historischen Pfarrhofs in Wurz. Naturstimmungen laden das Publikum zum Träumen ein mit Werken von Ibert, Bozza und Roussel, doch die unheimliche Schönheit des „Andreasgarten“ lässt auch in Wurz die Erde ein bisschen erbeben und rüttelt wach. Inspiriert von der Gefahr des Andreasgrabens in Kalifornien hat die Komponistin Ursula Mamlok mit ihrer einfallsreichen, emotionalen Klangsprache Naturerlebnis zur Metapher für Brüche im eigenen Leben in Musik gefasst. Lesung und Filmauszüge begleiten den Abend.
Die Liebhaber von Gypsy Musik werden bei Foaie Verde und bei „Klezmer pur“ mit Georg Winkler auf ihre Kosten kommen. Das ganze Spektrum feuriger Melodien voll Liebe, Lust und Leidenschaft und die Vielfalt der Folklore osteuropäischer Völker erklingt beim Abschlusskonzert mit Boris Lichtman und seinem Ensemble JaKaScha – „So ist das Leben“!

