Brücke/Most-Stiftung stellt ihre Projektarbeit ein
Die Brücke/Most-Stiftung beendet zum Jahresende 2017 ihre operative Tätigkeit. Bereitszum 31.8.2017 wird der Betrieb des Brücke/Most-Zentrums eingestellt, zum 31.12.2017muss die Brücke-Institut gGmbH aufgelöst werden.
Sie ist zu diesem Schritt gezwungen,weil die Erträge des Stiftungskapitals aufgrund der Niedrigzinspolitik der EZB die Fortführungder operativen Tätigkeit nicht mehr ermöglichen. Leider hat sich die Hoffnung aufeine institutionelle Förderung der Stiftung nicht erfüllt.
Seit 1997 hat sich die Stiftung für die Verständigung und Zusammenarbeit zwischenDeutschland und Ostmitteleuropa eingesetzt. Sie setzte ihre Ziele mit Hilfe verschiedenerVeranstaltungen und Projekte der kulturellen, politischen und historischen Bildung um, wiez.B. seit 1998 mit den Tschechisch-Deutschen Kulturtagen in Dresden, Ústí nad Labemund der Euroregion Elbe/Labe. Ein weiterer Schwerpunkt der operativen Tätigkeit der Stiftungwar die politische Jugend- und Erwachsenenbildung. Diese lag in den ersten Jahrenauf Zeitzeugenprojekten. In den letzten Jahren hat sie gezielt aktuelle gesellschaftlicheThemen und Debatten aufgegriffen. Die Brücke/Most-Stiftung ist einer von wenigen anerkanntenTrägern der Bundeszentrale für politische Bildung in Sachsen und ist in zahlreichenregionalen und überregionalen Gremien und Netzwerken vertreten.
Seit 2001 fördert die Stiftung mit ihrem Stipendienprogramm und seit 2002 gemeinsammit dem DAAD tschechische und slowakische Studierende der Dresdner Musikhochschule.
Das Prager Büro mit dem Projekt „Pragkontakt“ organisierte Begegnungen mit Tschechien,seiner Geschichte und seinen Einwohnern. Seit seinem Start 2006 lernten mehr als20.000 junge Menschen insbesondere Prag intensiv kennen.
Das Tagungshaus der Stiftung in Dresden-Blasewitz bot zahlreichen zivilgesellschaftli-chen Akteuren einen Ort der Begegnung und des Austausches. Mit der Schließung des Brücke/Most-Tagungszentrums verliert vor allem die Bildungslandschaft Sachsens einen einzigartigen, zivilgesellschaftlichen Begegnungsort mit Dialogcharakter. Seit der Eröff-nung 1997 hat dieses Tagungs- und Begegnungszentrum vielen zehntausenden Men-schen aus Sachsen, Deutschland und den Ländern Ostmitteleuropas ermöglicht, sich in kulturellen Veranstaltungen, Seminaren, Workshops und Tagungen zu begegnen und Ideen für bürgerschaftliches Engagement zu entwickeln.

