Roman Herzog starb. Der Präsident, der die Deutsch-Tschechische Erklärung aushandelte
Im Alter von 82 Jahren starb der frühere deutsche Bundespräsident Roman Herzog. In den 90er Jahren spielte Roman Herzog eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen um die Deutsch-Tschechische Erklärung.
Gemeinsam mit dem früheren tschechischen Präsidenten Václav Havel spielte Roman Herzog eine bedeutende Rolle bei den Verhandlungen zur Deutsch-Tschechischen Erklärung über die gegenseitigen Beziehungen und deren künftigen Entwicklung, die am 21. Januar 1997 unterschrieben wurde. In Deutschland hatte er wegen seiner positiven Einstellung gegenüber Tschechiens zu kämpfen. Bereits bei seinem ersten offiziellen Besuch der Tschechischen Republik 1995 sprach sich Roman Herzog für eine Entschädigung tschechischer Opfer des Naziregimes aus, ohne diesen Schritt mit den ausgesiedelten Sudetendeutschen in Verbindung zu bringen.
Der Rechtsanwalt Roman Herzog war der erste Bundespräsident nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Vor seinem Amtsantritt in das höchste Amt im Juli 1994 stand er seit 1987 an der Spitze des Bundesverfassungsgerichts. Bundespräsident war er dann in den Jahren 1994 bis 1999.
Quelle: idnes.cz
Link:
Deutsch-tschechische Erklärung über die gegenseitigen Beziehungen und deren künftige Entwicklung

