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  • Bräuche in Westböhmen: Dreikönigstag / Lichtmess

Veröffentlicht am 03. Januar 2012 Aktuelles

Bräuche in Westböhmen: Dreikönigstag / Lichtmess

Das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) hat im Frühsommer 2011 gemeinsam mit dem Ethnografische Museum Pilsen (Národopisné muzeum) die Ausstellung "Sitten und Bräuche in Westböhmen" realisiert. Sie informierte zweisprachig über die Traditionen und Bräuche in der Region Pilsen im Verlauf eines Kalenderjahres. An dieser Stelle veröffentlicht das CeBB die Ausstellungstexte passend zur jeweiligen Jahreszeit.

Vom Christtag bis zum Dreikönigstag
Am 25. Dezember wird das Fest der Geburt Jesu Christi gefeiert. Der 26. Dezember wird als Stephanstag begangen. An diesem Tag, an dem an den ersten christlichen Märtyrer erinnert wird, werden in Böhmen üblicherweise die nächsten Verwandten besucht, mit denen die Familie den Heiligen Abend nicht verbringen konnte. Die Weihnachtszeit wird mit der sog. Oktav fortgesetzt, der achttägigen Festwoche nach den hohen Festen. Der Sonntag während der Oktav ist das Fest der Heiligen Familie, bei dem die Familie im Mittelpunkt steht. Der 1. Januar ist traditionell das Fest der Gottesmutter Jungfrau Maria, bei dem die Frau als Element, das die Familie zusammenhält, gefeiert wird. Die Oktav wird am 6. Januar mit dem Dreikönigstag abgeschlossen.

Dreikönigstag
In der östlichen Kirche wird am 6. Januar das Epiphanie-Fest gefeiert, d.h. der Erscheinung Christi unter den Menschen. Gleichzeitig wird das Motiv der Taufe Jesu Christi hervorgehoben. In der westlichen Kirche wird das Motiv der Ankunft der Heiligen Drei Könige / der östlichen Weisen unterstrichen. Am Dreikönigsfest erscheint Jesus Christus auch für Ungläubige oder Andersgläubige. In den sich verneigenden Figuren wird die Aufnahme Jesu Christi als König aller Menschen personifiziert. Die Heiligen Drei Könige bringen Geschenke zur Krippe, die meistens als Symbole für die gesamte irdische Welt ausgelegt werden – Gold steht als vollkommenes Metall für alles im festen Zustand, Weihrauch vertritt alles was gasförmig ist und Myrrhe alles im flüssigen Zustand. In Böhmen werden die Häuser traditionell gesegnet, wobei mit geweihter Kreide auf die Tür die Buchstaben C+M+B und die Jahreszahl oder auch K+M+B geschrieben wird. K.M.B. sind nach der  Volksauslegung die Anfangsbuchstaben der Namen Kaspar, Melchior und Balthasar. Eine andere Auslegung ist mit den Buchstaben C+M+B verbunden, die auf Latein „Christus mansionem benedicat“, also „Christus segne dieses Haus“ bedeuten. Ein anderer Brauch ist das Besprengen der Häuser oder auch Felder mit Weihwasser. Auch das Salz, das danach dem Vieh in das Futter gemischt wurde, wurde geweiht. Ein häufiger Brauch war auch das Bleigießen, bei dem die Zukunft vorhergesagt wurde. Die Weihnachtszeit endet laut liturgischem Kalender am ersten Sonntag nach dem 6. Januar, wenn die liturgische Zwischenzeit beginnt.

Lichtmess
Dieses Fest wurde 40 Tage nach der Geburt Jesu Christi gefeiert. Es wurde die Darstellung des Herrn oder Mariä Reinigung und ab dem 19. Jahrhundert dann die Darbringung des Herrn im Tempel genannt. Lichtmess, auf Tschechisch Hromnice (hrom=Donner), ist eine Bezeichnung aus dem Volk für das Fest, bei dem seit dem 10. Jahrhundert Kerzen, sog. Hromničky, geweiht wurden. Die Menschen zündeten diese Kerzen bei Sturm an, um sich vor dem Blitz zu schützen, was möglicherweise mit der heidnischen Verehrung von Perun, dem Gott des Gewitters, des Donners und der Blitze zusammenhängt. Die längeren Tage in dieser Zeit kommen im Sprichwort „Zu Lichtmess gibt es eine Stunde mehr“ (Na Hromnice – o hodinu více) zum Ausdruck.

Texte: Daniel Bechný, Abteilung für Volkskunde, Westböhmisches Museum in Pilsen

Die Ausstellung kann ausgeliehen werden.

Ansprechpartner für Interessenten:  
Maika Victor
Tel.: +49(0)9674 – 92 48 77
maika.victor@cebb.de

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Centrum Bavaria Bohemia (CeBB)
Dr. Veronika Hofinger
Freyung 1, 92539 Schönsee
Tel.: +49 (0)9674 / 92 48 78
veronika.hofinger@cebb.de

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