Vávra, Jan – Fotograf
Jan Vávra (geb. 1953 in Prag) ist ein tschechischer Kunstphotograph mit der Orientierung auf das inszenierte Conceptfoto, Vertreter des sog. Neopiktorializmus. Jan Vávra absolvierte das Studium auf dem Institut der bildenden Fotografie in Opava. Seit 2001 wirkt er als Pädagoge auf der höheren Filmfachschule in Písek und führt ein fotographisches Seminar. Er lehrt auch an der Filmakademie Miroslav Ondříček. Seit 2005 wirkt er als externer Pädagoge auf der Höheren Industrie-Kunstschule in Písek. Seit 1993 veranstaltet er eigene Autorenausstellungen mit Ausrichtung auf inszenierte Fotografie. Am Anfang seines Schaffens orientierte er sich auf Landschaftsmotive und Stilleben, später fotografierte er vor allem Porträts und Akten. Seit 1986 widmet er sich besonders der Bildung von symbolisch aufgefassten inszenierten Fotos, in denen er mit Einfallsreichtum Montagen von mehreren Negativen, Zeichnungen mit Licht, Eingriffe in Positive, Tönung und Kolorierung benützt. Diese Arbeiten gehören in die Kunstrichtung von sog. Neopiktorialismus, sie glänzen durch Einfallsreichtum und technische Meisterschaft.


