Die Geschichte vom Huasnoantoutara / Příběh chebského knoflíku
Der im Egerländer Dialekt als „Huasnoantoutara“ bezeichnete Hosenknopf war ursprünglich ein funktionales Kleidungsaccessoire. Mit ihm wurden die ledernen Hosenträger an den Pumphosen der bäuerlichen Männertracht befestigt, wie sie einst in der Region des historischen Egerlandes getragen wurde. Seit dem späten 19. Jahrhundert entwickelte er sich – gemeinsam mit anderen Relikten der Volkskultur – zu einem Symbol der Region. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er vor allem zu einer wichtigen Ikone für die Vertriebenen, die damit ihre heimatliche Identität zum Ausdruck brachten. Vielleicht gerade deshalb versuchen einige deutschsprachige Autoren bis heute vergeblich, den symbolischen Ursprung des Egerländer Knopfes in der Zeit der Kelten und alten Germanen zu verorten. In der tschechischen Öffentlichkeit hingegen ist dieses Phänomen weitgehend unbekannt.
Die Ausstellung „Příběh chebského knoflíku / Die Geschichte vom Huasnoantoutara“ basiert auf mehrjähriger Forschung, die neben historischer Literatur auch Archivmaterialien und Sammlungsbestände zahlreicher Museen in Tschechien, Deutschland und Österreich berücksichtigt. Ziel der Kuratoren war es, eine historisch-kritische Perspektive auf diesen bedeutenden Bestandteil des kulturellen Erbes des Egerlandes zu vermitteln. Der Ausstellungstitel geht auf eine Erzählung des Egerländer Schriftstellers Hans Nikolaus Krauß zurück. In sieben Kapiteln erzählt die Ausstellung vom „Leben“ des Hosenknopfes – jedes Kapitel beleuchtet einen anderen Aspekt seiner historischen Bedeutung. Den jüngsten Besuchern vermittelt die Geschichte vom Huasnoantoutara ein Bilderbuch, das die Kinder während des Ausstellungsbesuchs selbst zusammenstellen können. Außerdem werden Führungen in deutscher Sprache angeboten.
Mehr zum Begleitprgraamm finden Sie auf der Homepage des Museum Eger.





