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  • Neue deutsche Geschäftsführerin des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds

Veröffentlicht am 13. Januar 2026 AktuellesKoordinierungsstelle

Neue deutsche Geschäftsführerin des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds

Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds steht in diesem Jahr vor personellen Veränderungen. Nach acht Jahren schied die deutsche Geschäftsführerin Petra Ernstberger aus, ihre Amtszeit endete zum 31. Dezember. Sie verlässt den Zukunftsfonds jedoch nicht vollständig, sondern wird Mitglied seines Verwaltungsrats.

„Acht intensive, arbeitsreiche, wunderbare Jahre im Zukunftsfonds sind zuende gegangen. Ich werde meinen tschechischen Partner in der Geschäftsführung Tomáš Jelínek, das außergewöhnliche Team und natürlich auch Prag sehr vermissen. Hier habe ich eine zweite Heimat, Zuneigung und Verständnis gefunden. Wir haben gemeinsam den Fonds weiterentwickelt und spektakuläre Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Danke an alle, die mich begleitet und unterstützt haben!“, blickt Petra Ernstberger auf ihre Zeit im Zukunftsfonds zurück.

Den deutschen Part der Geschäftsführung des Zukunftsfonds übernimmt nun die Juristin Susanne Sehlbach. Sie arbeitet seit über 25 Jahren mit dem Fonds zusammen, seit 2022 als Mitglied seines Wirtschaftsprüfungsausschusses. Im Jahr 2001 begann sie bei der Stiftung EVZ, die Partner des Zukunftsfonds bei der Entschädigung von Zwangsarbeitern und anderen NS-Opfern war. Dabei gehörte gerade Tschechien zum Portfolio ihres Teams. Danach war sie 12 Jahre Justiziarin der Stiftung EVZ. Seit 2018 war sie in der öffentlichen Verwaltung tätig, zuletzt im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Sie spricht Tschechisch, hat einen tiefen Einblick in die Geschichte und Gegenwart Tschechiens und der deutsch-tschechischen Beziehungen und verfügt über ein weitreichendes Netzwerk an Kontakten im Bereich des deutsch-tschechischen Dialogs.

„Der Zukunftsfonds hat sich über die Jahre hinweg sowohl in beiden Ländern als auch über deren Grenzen hinaus ein beachtliches Renommee erworben. Es ist mir eine Ehre und zugleich eine Herausforderung, an seiner künftigen Ausrichtung mitwirken zu dürfen – eine Aufgabe, auf die ich mich sehr freue. Ich bin sehr froh über die Gelegenheit, mich gemeinsam mit dem erfahrenen tschechischen Geschäftsführer Tomáš Jelínek, einem herausragenden Team und vielen engagierten Menschen für das einsetzen zu können, was mir sehr am Herzen liegt: dass lebendige Nachbarschaften und gute Freundschaften zwischen deutschen und tschechischen Bürgerinnen und Bürgern zu einem Ort für Inspiration und echter Verbundenheit in ihrem Alltag werden“, kommentiert Susanne Sehlbach ihre neue Aufgabe.

Anfang März übernimmt die neue deutsche Geschäftsführerin das Amt in vollem Umfang. In der kommenden Amtszeit wird sie den Zukunftsfonds gemeinsam mit dem amtierenden tschechischen Geschäftsführer Tomáš Jelínek leiten.

„Die gemeinsamen acht Jahre mit Petra Ernstberger an der Spitze des Fonds betrachte ich als großes Geschenk – sowohl für den Zukunftsfonds als auch für mich persönlich. Wir haben in dieser Zeit ein gewaltiges Stück Weg zurückgelegt: Es ist uns gelungen, auf die tiefgreifenden Veränderungen in der Welt um uns herum zu reagieren, die breite Öffentlichkeit anzusprechen, andere zur Zusammenarbeit zu inspirieren und das wachsende Interesse an ihrer Förderung zu bewältigen. Dass wir selbst dort, wo wir Neuland betreten haben, so leicht vorangekommen sind, ist zu einem großen Teil Petras Verdienst. Als hervorragende Nachricht empfinde ich die Ernennung von Susanne Sehlbach zur neuen deutschen Geschäftsführerin. Ich kenne in Deutschland nicht viele Menschen, die den Zukunftsfonds so gut kennen, sich in solchem Maße mit seinem Auftrag identifizieren und über derart fundierte Kenntnisse der Sprache und der Gegebenheiten im Nachbarland verfügen“, schließt Tomáš Jelínek.

Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds ging aus der Deutsch-Tschechischen Erklärung über die gegenseitigen Beziehungen und deren zukünftige Entwicklung hervor, einem im Jahr 1997 geschlossenen zwischenstaatlichen Abkommen beider Regierungen.

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