|
Centrum Bavaria Bohemia – Information zur Architektur
In der Reihe "Baukulturführer" des Verlags Büro Wilhelm, Amberg, wurde das CeBB als jüngstes Projekt mit der Nr. 33 aufgenommen.
Centrum Bavaria Bohemia Freyung 1 D-92539 Schönsee
Eröffnung: 30.03.2006
Bauherr: Stadt Schönsee, vertreten durch 1. Bürgermeister Hans Eibauer Hauptstraße 25 D-92539 Schönsee
Betreiber: Bavaria Bohemia e.V.
Standort: Centrum Bavaria Bohemia Freyung 1 D-92539 Schönsee www.bbkult.net
Öffnungszeiten: Centrum Bavaria Bohemia Montag bis Freitag: 9.00-16.00 Uhr Samstag: 10.00–11.30 Uhr Sonntag: 14.00–17.00 Uhr An Feiertagen geschlossen
Baudaten: Planungsbeginn: August 2003 Baubeginn: November 2004 Fertigstellung: März 2006 Grundstücksfläche: 1.430 m² Hauptnutzfläche: 565 m² Baukosten brutto: 1,9 Mio. Euro Einrichtung brutto: 500 Tsd. Euro
Das Planungsteam: Architekten: Brückner & Brückner Architekten BDA Peter Brückner - Christian Brückner Franz-Böhm-Gasse 2 D-95643 Tirschenreuth www.architektenbrueckner.de
Projektteam: Robert Reith Rudi Völkl
Tragwerksplanung: Brückner & Brückner Ingenieure BDB Dipl.-Ing. Klaus-Peter Brückner D-Tirschenreuth
Projektierung H/L/S: EURA Ingenieure Büro Weißmann, D-München www.eura-ing-weissmann.de
Projektierung Elektro: Ingenieurbüro Butz, Hausmann & Hiller GmbH D-Amberg www.ibbhh.de
Lichtplanung: Zumtobel Licht GmbH Rüdiger Maag, Werner Hellweg D-Lemgo www.zumtobel.de
Beteiligte Firmen: Glasbau: Irlbacher Blickpunkt Glas GmbH D-92539 Schönsee www.irlbacher.com
StoVerotec GmbH D-Lauingen www.stoverotec.de
Granitarbeiten: Flöttl KG D-92539 Schönsee
Baumeisterarbeiten: Duschner Bau GmbH D-92506 Nabburg
Stahlbau: Gürtler GmbH D-92526 Oberviechtach www.metallbau-guertler.de
Medientechnik: AEC Ars Electronica Center A-Linz, AUSTRIA, www.aec.at
VS-Fickenscher KG D-Nürnberg www.vs-fickenscher.com
Siemens Building Technologies D-Nürnberg www.siemens.de/buildingtechnologies
Veröffentlichungen: DBZ – Deutsche Bauzeitung - 12/2006 Titelbeitrag Glas - Architektur Centrum Bavaria Bohemia
Baukulturführer 33 Herausgeberin: Nicolette Baumeister, Büro Baumeister Architektur, Medien & Kommunikation Karlstraße 55, D-80333 München www.buero-baumeister.de
Grafisches Konzept & Gestaltung Büro Wilhelm. Kommunikation und Gestaltung, D-92224 Amberg www.buerowilhelm.de
Architekturjahrbuch "Made in Germany – Best of Architecture" Verlagshaus Braun, Berlin Redaktion und Herausgeber: Dirk Meyhöfer
Auszeichnungen: "best architects 08" award für Centrum Bavaria Bohemia, Schönsee / Bayerisch-Böhmisches Kulturzentrum. Aus 162 eingereichten Arbeiten wurde das Label "best architects 08" insgesamt 35-mal vergeben _______________________________________________
Gemeinsame Tradition, gemeinsame Zukunft Welche Faszination die Glasmacherkunst ausüben kann, zeigen Werner Herzogs "Herz aus Glas" und Dominik Wesselys "Die Unzerbrechlichen". In betörenden Bildern schildern beide Filme den Weg von der glühenden Schmelze bis zu den kunstfertigen Gegenständen, erzählen von den Menschen des Bayerischen Waldes und ihrer Verbundenheit zur Landschaft. Freilich, mit all seinen Facetten beschränkt sich das Glashandwerk nicht auf den Bayerischen Wald allein, auch im Oberpfälzer Wald und im Böhmerwald ist es zu Hause. Traditionelles Handwerk, insbesondere wenn es von natürlichen Ressourcen abhängig ist, lässt sich nicht durch politische Grenzen einschränken. Aus dieser Perspektive ist das Gebäude des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) in Schönsee ein Bekenntnis zu den gemeinsamen Traditionen im deutsch- beziehungsweise bayerisch-tschechischen Nachbarraum.
Das ehemalige Kommunbräuhaus Das Selbstbrauen im Kommunbräuhaus gehörte zum angestammten Recht der Bürger dies- und jenseits des Schlagbaumes. Das Bruchsteinmauerwerk: Die Bevölkerung in den ärmeren Gegenden, wie dem Oberpfälzer Wald, befreite karge Äcker von Feldsteinen und baute sich damit ihre Behausungen. Schließlich das Glas und die Biberschwänze aus diesem Werkstoff: Während das Glasdach an den in dieser Gegend weit verbreiteten Brauch erinnert, Scheunen zur besseren Belichtung stellenweise mit gläsernen Dachziegeln zu decken, zeugt die Glashülle im oberen Stockwerk von der innovativen Verwendung des traditionellen Materials. Insgesamt – außen wie innen, formal wie inhaltlich – ist die Architektur des grenzüberschreitenden Begegnungs- und Kulturzentrums eine bauliche Manifestation der gemeinsamen Tradition und – nach Fall des Eisernen Vorhangs – einer gemeinsamen Zukunft in Europa.
Genese Die derzeit 2.750 Einwohner zählende Stadt Schönsee, an der Glasstraße gelegen, markiert etwa die Mitte der 357 Kilometer langen bayerisch-böhmischen Grenze von Hof in Oberfranken und Hranice in der Region Karlsbad bis nach Haidmühle im Bayerischen Wald und Strážný im Böhmerwald. Hier eine Kulturdrehscheibe zwischen Bayern und Böhmen einzurichten, die neben vielfältigen Veranstaltungen den Besuchern zweisprachige informationen über das Kulturleben in den bayerischen und tschechischen Nachbarregionen bietet, war naheliegend.
Und doch, um der historischen Wahrheit genüge zu tun: Zuvor hatte man eine andere Nutzung für den Bau gesucht. Schließlich wurde in ihm schon seit den 1950er Jahren nicht mehr gebraut. Die Dächer waren eingefallen und das Bruchsteinmauerwerk drohte einzustürzen. Zwar begann man in Kooperation mit dem Denkmalschutz die Gebäudeteile zu sichern – statt des ursprünglichen Satteldaches zum Beispiel wurde der südliche Baukörper mit einem Krüppelwalm gedeckt – doch diese, den Gemeindehaushalt ziemlich belastenden ersten Maßnahmen, ließen bei den Bürgern Zweifel an der Sanierungsfähigkeit des Gebäudes aufkommen. nicht wenige wollten die Bestandssicherung stoppen und den am meisten geschädigten Ostflügel abreißen. Das konnte verhindert werden. Aber erst die Unnachgiebigkeit von Bürgermeister Hans Eibauer, der mit einigen Mitstreitern die Potentiale erkannte und ein Konzept formulierte, das sich ganz der Belebung und Vertiefung der bayerisch-böhmischen Beziehungen in kulturellen und partnerschaftlichen Bereichen verschreibt sowie das gestalterische Konzept der Architekten Brückner & Brückner, konnten den Erhalt des Gebäudes endgültig sichern.
Sprache im Raum Das CeBB (Centrum Bavaria Bohemia) gliedert sich in vier Haupträume – und einen virtuellen Raum im internet (www.bbkult.net), die alle die Vorsilbe "bavaria-bohemia" (abgekürzt: bb) tragen: Den Besucher empfängt "bb-central", der 14 Meter hohe Mittelbau, in dem früher auf schmiedeeisernen Rosten die gekeimte Gerste getrocknet wurde. Über eine dreiläufige Stahltreppe – eine Reminiszenz an die Malzdarren – gelangt man zu den im West- und Ostflügel liegenden Räumen. Darüber hinaus stellt diese Treppe gleichsam ein Begegnungszentrum im Begegnungszentrum dar: Mit zwei Gymnasialklassen wurde eine Installation mit dem Titel "Sprache im Raum" erarbeitet und dann mittels Folien an die Stahlpaneele angebracht. Es sind Wortpaare in deutscher und tschechischer Sprache mit Begriffen aus der Alltags-, Kultur- und Unterhaltungswelt. Wenn sich Deutsche und Tschechen zu Ausstellungseröffnungen treffen und in der Unterhaltung nach einer Übersetzung suchen, können sie diese an den Treppenwänden finden.
Raum für Veranstaltungen Für "bb-forum", dem Veranstaltungssaal für Ausstellungen, Konzerte und Theateraufführungen im Erdgeschoss, befreite man die rund 150 Quadratmeter große Halle von nachträglichen Einbauten, restaurierte die historischen Gewölbe sorgsam und überzog das Mauerwerk mit einer Kalkschlämme. Im Raum "bb-info" werden auf einer an drei Seiten umlaufenden Regalwand, in der über 1.000 Flyer und Prospekte Platz finden, kulturelle und touristische informationen präsentiert. Der Raum "bb-media", in dem man auch 3D-Projektionen genießen kann, wurde für die multimediale und audiovisuelle Präsentation der Kulturvielfalt eingerichtet.
Begehbare Landkarte Eine begehbare Landkarte der bayerischen und tschechischen Nachbarregionen bildet den Fußboden in dem rund 100 Quadratmeter großen Raum im 2. Obergeschoss. Gegenüber – unter dem Krüppelwalmdach – befindet sich der mit einer Simultan-Dolmetscheranlage ausgestattete Raum "bb-dialog", der für Konferenzen, Ausstellungen und Workshops, genutzt wird. Das typfremde Dach zu entfernen und damit die Gesamtwirkung des Ensembles zu steigern, verhinderte die Drohung des Denkmalschutzes, bereits bezahlte Gelder zurückzufordern.
Konstruktion und Fassade Da das Gebäude nicht genug Volumen für das ehrgeizige Raumprogramm des Zentrums bot, musste erweitert werden. Die Architekten verbanden eine Aufstockung mit einer konstruktiv raffinierten statischen Sicherung: ein fortentwickeltes Haus-im-Haus-Prinzip, wonach eine nach oben überstehende Stahlbetonkiste in das Gemäuer gesteckt, an das Mauerwerk fugenlos betoniert und zusätzlich mit fünf Edelstahlankern pro Quadratmeter befestigt wurde. Die überstehenden Betonwände versah man mit Putzträger-Platten aus Recyclingglas, an die wiederum farbig bedruckten Glasplatten im Format 150 x 30 cm im wilden Verband geklebt wurden. Peter und Christian Brückner gestalteten das Glas wie ein Mauerwerk. in einem Schönseer Unternehmen fanden die Architekten einen einheimischen, innovativen und leistungsfähigen Partner, der die fotografische Abstraktion des geschichteten Glases in einem mehrgängigen Siebdruckprozess auf die Scheiben applizierte. Die glatte, fast fugenlose Glasoberfläche mit ihrer monolithischen Anmutung erscheint als moderne Fortsetzung der Feldsteinmauern. Die gläserne Verblendung wiederholt sich im innern bei den Schalterabdeckungen und ist tagsüber das weithin sichtbare Zeichen der Modernisierung des alten Hauses.
Bilder im Dach Während die Turmaufstockung eine Aussichtsplattform erhielt, bekam der östliche Aufbau, dessen Höhe die Firstlinien der Umgebung aufnimmt, ein gläsernes Dach. Transparente Schindeln sind heute nur noch aus thermoplastischem Kunststoff (PET) erhältlich. Die beteiligte ortsansässige Glasbaufirma ließ eigens für das Kulturzentrum Biberschwänze aus Glas produzieren. Doch die Architekten folgten nicht einfach der Tradition, sie drehten sie vielmehr beinahe buchstäblich um: Abends, wenn im CeBB eine Veranstaltung stattfindet, leuchtet das Dach von innen in bunten Bildern. Das Licht kommt dabei aus Projektoren und wird mittels Glasfasern unter die Glasbiber geleitet.
Das Dach ist – wie das gesamte Gebäude – architektonisch wie inhaltlich ein gelungener Versuch, auf vielschichtige Weise historisches Erbe und zeitgenössische Befindlichkeiten, regionale Tradition und innovation zu verknüpfen. Unter dem Glasdach werden übrigens einmal im Monat tschechische Filme gezeigt. Vielleicht lassen sich für die Beiden zu Beginn genannten filmischen Dokumentationen über das Glashandwerk auch Termine finden.
Bavaria Bohemia centre The city of Schönsee, located on the Glasstraße (the regional glass industry trail), approximately marks the mid-point of the 357 kilometre Bavarian-Bohemian border, which runs from the city of Hof in Upper Franconia and Hranice in the Karlsbad region, to Haidmühle in the Bavarian Forest and Strážný in the Bohemian Forest.
The idea to establish a centre for cross-cultural exchange between Bavaria and Bohemia in this former communal brewery came naturally. Apart from offering a diversity of public events, the centre provides visitors with bilingual information about cultural life in the neighbouring Bavarian and Czech regions.
To be true to history, however, it should be said that a different purpose was initially sought for the building, for all brewing activities had already stopped in the 1950s. The roofs of the building had caved in and the quarry stone brickwork was close to collapsing. in cooperation with the Denkmalschutz (the "Department for the Protection of Historical Monuments"), attempts were made to secure the different sections of the building. But these costly first measures weighed heavily on the communal budget and raised local concerns about the suitability of the building for reconstruction. nevertheless, the planned demolition of the most damaged eastern wing of the building was prevented. it was only the perseverance of Mayor Hans Eibauer and his supporters, as well as the ingenious architectural design of architects Brückner & Brückner, which finally secured the preservation of the building. Recognising the great potential of the place, a concept was formulated for the realisation of a project within the old walls of this former brewery: a project solely dedicated to fostering and deepening Bavarian-Bohemian relations in the fields of culture and partnership cooperation.
In the context of its inside and outside, form and content, the architecture of this centre for cross-cultural exchange is a manifestation of a common history and, after the fall of the iron Curtain, a shared future in Europe. _______________________________________________
Impressum: Herausgeberin: Nicolette Baumeister, Büro Baumeister Architektur, Medien & Kommunikation Karlstraße 55, D-80333 München www.buero-baumeister.de
Grafisches Konzept & Gestaltung: Büro Wilhelm Kommunikation und Gestaltung D-92224 Amberg www.buerowilhelm.de
Fotografien: Peter Manev, Selb S. 23: Brückner & Brückner, D-Tirschenreuth
Text: Enrico Santifaller, D-Frankfurt/Main
Redaktion: Nicolette Baumeister, D-München Assistenz: Katrin Helena Schobert Übersetzung Tschechisch: Ing. Miroslava Vacková, CZ-Klatovy Übersetzung Englisch: Lisa Curtis-Wendlandt, D-Berlin/AUS-Melbourne
Büro Wilhelm. Verlag Koch–Schmidt–Wilhelm GbR Lederergasse 5, D-92224 Amberg www.buerowilhelm.de/verlag
ISBN-13: 978-3-936721-83-6 1. Auflage 06/2007 © BÜRO WiLHELM. VERLAG
Baukulturführer: www.baukulturführer.de 3.50 Euro ISBN-13: 978-3-936721-83-6
Centrum Bavaria Bohemia – Informace o architektuře
Nakladatelství Büro Wilhelm z Amberga vydalo v rámci řady "Průvodce po kulturních stavbách" jako nejmladší projekt CeBB pod číslem 33.
Centrum Bavaria Bohemia Freyung 1 D-92539 Schönsee
Otevřeno dne: 30.03.2006
Investor: město Schönsee, zastoupeno starostou Hansem Eibauerem Hauptstraße 25 D-92539 Schönsee
Provozovatel: Bavaria Bohemia e.V.
Místo: Centrum Bavaria Bohemia Freyung 1 D-92539 Schönsee www.bbkult.net
Otevírací doba: Centrum Bavaria Bohemia Pondělí - pátek: 9.00-16.00 hod. Sobota: 10.00–11.30 Uhr Neděle: 14.00–17.00 Uhr O svátcích zavřeno
Data stavby: počátek plánování: srpen 2003 začátek stavby: listopad 2004 dokončení stavby: březen 2006 rozloha pozemku: 1.430 m² užitná plocha: 565 m² náklady na stavbu brutto: 1,9 Mio. Euro Vybavení brutto: 500 Tsd. Euro
Plánovací tým: Architekti: Brückner & Brückner Architekti BDA Peter Brückner - Christian Brückner Franz-Böhm-Gasse 2 D-95643 Tirschenreuth www.architektenbrueckner.de
Tým projektantů: Robert Reith Rudi Völkl
Plánování nosných konstrukcí: Brückner & Brückner Inženýři BDB Dipl.-Ing. Klaus-Peter Brückner D-Tirschenreuth
Projektování H/L/S: EURA Inženýři Kancelář Weißmann, D-München www.eura-ing-weissmann.de
Projektování elektrorozvodů: Inženýrská kancelář Butz, Hausmann & Hiller GmbH D-Amberg www.ibbhh.de
Plánování osvětlení: Zumtobel Licht GmbH Rüdiger Maag, Werner Hellweg D-Lemgo www.zumtobel.de
Zúčastněné firmy: skleněná část stavby: Irlbacher Blickpunkt Glas GmbH D-92539 Schönsee www.irlbacher.com
StoVerotec GmbH D-Lauingen www.stoverotec.de
Žulová práce: Flöttl KG D-92539 Schönsee
Stavební práce: Duschner Bau GmbH D-92506 Nabburg
Ocelová výstavba: Gürtler GmbH D-92526 Oberviechtach www.metallbau-guertler.de
Mediální technika: AEC Ars Electronica Center A-Linz, AUSTRIA, www.aec.at
VS-Fickenscher KG D-Nürnberg www.vs-fickenscher.com
Siemens Building Technologies D-Nürnberg www.siemens.de/buildingtechnologies
Napsali o nás: DBZ – Deutsche Bauzeitung (Německé stavební noviny)- 12/2006 Článek na titulní straně "Glas - Architektur Centrum Bavaria Bohemia" (Sklo - architektura Centra Bavaria Bohemia)
Baukulturführer 33 (Průvodce po kulturních stavbách) Vydavatel: Nicolette Baumeister, Büro Baumeister Architektur, Medien & Kommunikation Karlstraße 55, D-80333 München www.buero-baumeister.de
Grafický konzept & vnější úprava: Büro Wilhelm. Kommunikation und Gestaltung, D-92224 Amberg www.buerowilhelm.de
Architektonická ročenka "Made in Germany – Best of Architecture" (Vyrobeno v Německu - to nejlepší z architektury) Verlagshaus Braun, Berlin Redakce a vydavatel: Dirk Meyhöfer
Ocenění: "best architects 08" award pro Centrum Bavaria Bohemia, Schönsee / bavorsko-české kulturní centrum. Ze 162 zařazených děl bylo označení "best architects 08" uděleno celkem 35x. _______________________________________________
Společná tradice, společná budoucnost Jak fascinující může být sklářské umění, ukazuje "Skleněné srdce" Wernera Herzoga a "Nerozbitní" Dominika Wesselyho. Okouzlujícími záběry oba filmy ukazují cestu žhavé taveniny k uměleckým předmětům, vypráví o lidech Bavorského lesa a jejich sepětí s krajinou. Sklářské řemeslo se samozřejmě všemi svými hranami neomezuje pouze na Bavorský les, je doma také v Hornofalckém lese a na Šumavě. Tradiční řemeslo, zvláště pokud je závislé pouze na přírodních zdrojích, nelze omezit politickými hranicemi. Takto viděna je budova Centra Bavaria Bohemia (CeBB) v Schönsee vyznáním společné tradice německo-, resp. bavorskočeského sousedství.
Bývalý obecní pivovar Právo vařit pivo v obecních pivovarech patřilo k dědičným právům občanů na jedné i druhé straně hraniční závory. Lomové zdivo: obyvatelé chudších oblastí, jako byl Bavorský les, sbírali na chudých políčkách kámen a stavěli si z něj své příbytky. Konečně sklo a bobrovky z tohoto materiálu: zatímco střecha připomíná rozšířenou tradici této oblasti, kterou je pokrývaní stodoly skleněnými taškami kvůli lepšímu osvětlení, dokládá skleněný obal horních pater pokrokové použití ctihodného materiálu. Celkově – zvenku i zevnitř, formou i obsahem – je architektura přeshraničního střediska setkání a kulturního střediska stavební manifestací společné tradice a – po pádu železné opony – i společné budoucnosti Evropy.
Genese Město Schönsee se současnými 2.750 obyvateli, ležící na původní sklářské stezce, se nachází zhruba uprostřed 357 kilometrů dlouhé bavorsko-české hranice od Hofu v Horních Frankách a Hranic v Karlovarském kraji až po Heidmühle v Bavorském lese a Strážný na Šumavě. Bylo pochopitelné, že zde, v původním obecním pivovaru, vzniklo místo setkání mezi Bavorskem a Čechami, které vedle mnoha rozličných akcí nabízí návštěvníkům dvojjazyčné informace o kulturním životě bavorského a českého sousedního prostoru.
Aby však bylo učiněno historické pravdě zadost: původně se pro stavbu hledalo zcela jiné užití. Koneckonců se od padesátých let již nevyužívala. Střechy byly zborcené a hrozilo zřícení lomového zdiva. Ve spolupráci s památkovou péčí bylo sice zahájeno zabezpečení stavby (namísto původní sedlové střechy byla například jižní část objektu zakryta polovalbovou střechou), které ale přes značnou finanční zátěž obecního rozpočtu vyvolalo u obyvatel pochybnosti o záchraně objektu. Nemálo z nich chtělo sanační práce zastavit a nejvíce poškozené východní křídlo strhnout. Podařilo se tomu zabránit. Neústupnost starosty Hanse Eibauera, který společně s několika spolubojovníky rozeznal možnosti objektu, zformuloval koncepci využití staré stavby a určil její poslání v oživení a prohloubení bavorsko-českých kulturních a partnerských vztahů stejně jako architektonický projekt architektů Brückner & Brückner objekt definitivně zachránily.
Řeč v prostoru CeBB (Centra Bavaria Bohemia) je rozděleno do čtyř hlavních prostor a jednoho virtuálního na internetu (www.bbkult.net). Všechny mají předponu "bavaria – bohemia" (zkráceně: bb): návštěvníky vítá "bb-central", 14 m vysoká středová stavba, ve které byl dříve na kovaných roštech sušen naklíčený ječmen. Tříramenné ocelové schodiště – připomínka sladového hvozdu – vede k prostorám západního a východního křídla. Schodiště je zároveň místem setkání v místě setkání: dvě třídy gymnázia zpracovaly instalaci s názvem "Řeč v prostoru" a pomocí fólie ji přenesly na ocelové panely. V němčině a češtině jsou vedle sebe zobrazeny výrazy každodenního, kulturního a běžného života. Pokud se Němci a Češi setkávají na vernisážích výstav a v průběhu rozhovorů postrádají některý výraz, mohou ho nalézt na stěnách schodiště.
Prostor pro akce "bb-forum" v přízemí je určeno k pořádání výstav, koncertů a divadelních představení. 150 metrů čtverečních velká hala byla zbavena dodatečných stavebních úprav, citlivě byla restaurována historická klenba a zdivo bylo nahozeno vápennou omítkou. Prostor "bb-info", ze tří stran obklopený policovou stěnou, na které nalezne místo více než 1.000 letáků a prospektů, poskytuje kulturní a turistické informace. Prostor "bb-media" byl vybaven tak, aby se zde mohly uvádět multimediální a audiovizuální prezentace.
Mapa na podlaze Na podlaze 100 metrů čtverečních velkého prostoru je položen koberec znázorňující mapu bavorského a českého sousedního prostoru. Naproti, pod polovalbovou střechou, se nachází prostor "bb-dialog", vybavený zařízením pro simultánní překlad, který je využíván k pořádání konferencí, wokrshopů, diskusí, přednášek a výstav fotografií. Odstranění stylově cizí střechy a posílení tak celkového dojmu stavby zabránila hrozba památkářů požadovat vrácení již poskytnuté finanční podpory.
Konstrukce a fasáda Protože budova neposkytovala dostatečný prostor pro ctižádostivý program centra, bylo nutné ji rozšířit. Architekti propojili nástavbu s konstrukčně rafinovaným statickým zabezpečením: pokrokový princip dům v domě, kdy do budovy byla zasunuta nahoru vyčnívající železobetonová bedna, bezespárově přibetonována ke zdi a dodatečně ukotvena pěti nerezovými kotvami na každý metr čtvereční. Přečnívající betonové stěny byly překryty deskami z recyklovaného skla, na které byly dále přilepeny barevné, potištěné, skleněné desky velikosti 150 x 30 cm. Peter a Christian Brücknerovi ztvárnili sklo jako zděnou konstrukci. Architekti nalezli v Schönsee v místním podnikateli pokrokového a schopného partnera, který pomocí opakovaného sítotisku nanesl na skleněné desky fotografické abstrakce vrstveného skla. Hladký, téměř bezespárový, skleněný povrch se svým monolitickým půvabem jeví jako moderní pokračování kamenného zdiva. Skleněné obložení se uvnitř opakuje na krytech vypínačů a přes den je dalším viditelným znakem modernizace budovy.
Obrazy ve střeše Zatímco věž získala vzhled vyhlídkové terasy, byla nástavba na východní straně, která výškově splývá s okolím, pokryta skleněnými taškami. Průhledná krytina se dnes vyrábí pouze z termoplastické umělé hmoty (PET). Speciálně pro kulturní středisko se pro Brücknery stala místní sklárna dodavatelem skleněných bobrovek. Ale architekti nevycházeli opět jen z tradice, spíše ji do slova a do písmene otočili: pokud se večer v centru koná nějaká akce, je střecha prosvícena barevnými světly. Světlo vychází z projektorů a je pomocí optických vláken rozvedeno pod skleněné bobrovky.
Střecha je tak, stejně jako i celá budova, architektonicky i obsahově zdařilým pokusem o propojení historického dědictví a současného umu vícevrstvým způsobem. Pod střechou se mimochodem jednou měsíčně promítají české filmy. Možná si najdete čas na oba v úvodu zmíněné dokumentární filmy o sklářském řemesle.
Bavaria Bohemia centre The city of Schönsee, located on the Glasstraße (the regional glass industry trail), approximately marks the mid-point of the 357 kilometre Bavarian-Bohemian border, which runs from the city of Hof in Upper Franconia and Hranice in the Karlsbad region, to Haidmühle in the Bavarian Forest and Strážný in the Bohemian Forest.
The idea to establish a centre for cross-cultural exchange between Bavaria and Bohemia in this former communal brewery came naturally. Apart from offering a diversity of public events, the centre provides visitors with bilingual information about cultural life in the neighbouring Bavarian and Czech regions.
To be true to history, however, it should be said that a different purpose was initially sought for the building, for all brewing activities had already stopped in the 1950s. The roofs of the building had caved in and the quarry stone brickwork was close to collapsing. in cooperation with the Denkmalschutz (the "Department for the Protection of Historical Monuments"), attempts were made to secure the different sections of the building. But these costly first measures weighed heavily on the communal budget and raised local concerns about the suitability of the building for reconstruction. nevertheless, the planned demolition of the most damaged eastern wing of the building was prevented. it was only the perseverance of Mayor Hans Eibauer and his supporters, as well as the ingenious architectural design of architects Brückner & Brückner, which finally secured the preservation of the building. Recognising the great potential of the place, a concept was formulated for the realisation of a project within the old walls of this former brewery: a project solely dedicated to fostering and deepening Bavarian-Bohemian relations in the fields of culture and partnership cooperation.
In the context of its inside and outside, form and content, the architecture of this centre for cross-cultural exchange is a manifestation of a common history and, after the fall of the iron Curtain, a shared future in Europe. _______________________________________________
Impressum: Vydavatel: Nicolette Baumeister, Büro Baumeister Architektur, Medien & Kommunikation Karlstraße 55, D-80333 München www.buero-baumeister.de
Grafický koncept & vnější úprava: Büro Wilhelm Kommunikace a úprava D-92224 Amberg www.buerowilhelm.de
Fotografie: Peter Manev, Selb S. 23: Brückner & Brückner, D-Tirschenreuth
Text: Enrico Santifaller, D-Frankfurt/Main
Redakce: Nicolette Baumeister, D-München Asistentka: Katrin Helena Schobert Překlad do českého jazyka: Ing. Miroslava Vacková, CZ-Klatovy Překlad do anglického jazyka: Lisa Curtis-Wendlandt, D-Berlin/AUS-Melbourne
Kancelář Wilhelm. Verlag Koch–Schmidt–Wilhelm GbR Lederergasse 5, D-92224 Amberg www.buerowilhelm.de/verlag
ISBN-13: 978-3-936721-83-6 1. Auflage 06/2007 © BÜRO WiLHELM. VERLAG
Baukulturführer (průvodce po kulturních památkách): www.baukulturführer.de 3.50 Euro ISBN-13: 978-3-936721-83-6
|
|